Liebhaberei bei Influencer – Was ist das?

Im Internet kreist immer dieser Begriff „Liebhaberei“ in Bezug auf YoutTuber, Instagramer, Streamer und andere Influencer in Gründung herum. Was bedeutet das genau und wann kann es dich als Influencer treffen? Das erfährst du in diesem Artikel.

Liebhaberei und Influencer

Das Thema Influencer hat in den letzten Jahren einen richtigen Boom erlebt. Viele haben mittlerweile das Hobby zum Beruf gemacht und sind haupt- oder nebenberuflich Influencer. Auf ihrem YouTube-Channel, ihrem Instagram-Account, ihrem Twitter-Account oder auch auf Facebook begeistern sie die Massen und verdienen damit den einen oder anderen Euro. Nicht wenige scheitern hierbei, was negative steuerliche Folgen haben kann. Wenn du langfristig keinen sogenannten Totalgewinn erwirtschaftest, werden dir die Verluste nicht angerechnet. Warum ist das aber manchmal ein Problem?

In diesem Artikel findest fünf Steuertipps für Influencer aus dem Buch „Steuertipps für Influencer – die Steuererklärung tinderleicht meistern“ -> zum Buch

Als Arbeitnehmer hast du die Möglichkeit, über die Lohnsteuervorauszahlungen dir etwas Einkommensteuer wiederzuholen, weil du z.B. die Verluste aus der Influencer-Tätigkeit mit dem Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit verrechnest. Wenn dies langfristig dazu führt, dass du keinen Gewinn erzielst, kann dir dies das Finanzamt langfristig strittig machen und sagen, dass du keine Gewinnerzielungsabsicht hast.

Berechnung des Gesamtbetrags der Einkünfte

Influencertätigkeit

+ Einkünfte aus dem Angestelltenverhältnis

= Gesamtbetrag der Einkünfte

Berechnung § 2 EStG

Verlust der Gewinnerzielungsabsicht

Der Verlust der Gewinnerzielungsabsicht führt dazu, dass deine Gewinne nicht anerkannt und rückwirkend auch die Steuerbescheide geändert werden können. Der Prognosezeitraum beträgt bei den meisten Finanzämtern mindestens drei Jahre. Das heißt über drei Jahre wird festgestellt, ob eine Gewinnerzielungsabsicht vorliegt. Spätestens nach fünf Jahren findet eine Beurteilung statt. Es gibt Ausnahmen, in denen eine längere Beurteilung von zehn Jahren greift. Jedoch ist das meist nur bei sechs- oder siebenstelligen Volumina der Fall. In kleinen Fällen ist in der Regel nach drei bis fünf Jahren erkennbar, ob eine Liebhaberei vorliegt oder nicht.

Zusätzliche Kosten

Die Gefahr der Liebhaberei ist, dass rückwirkend eine Steuererstattung, beispielsweise durch die Verrechnung über den Gesamtbetrag der Einkünfte und folglich eine steuerliche Minderung, zu einer Rückzahlung der erstatteten Steuern führt. Zusätzlich kommen Zinsen oben drauf. Wenn du also eine erhebliche Steuererstattung bekommen hast, musst du diese inklusive Zinsen von 6 % pro Jahr zurückzahlen.

Mit der richtigen Strategie kannst du das langfristig verhindern und deine Steuern als Influencer optimieren.

„Steuertipps für Influencer – Die Steuererklärung tinderleicht meistern“ ist das erste Buch vom Steuerberater Roland Elias, dem YouTuber von „Steuern mit Kopf“ geschrieben und veröffentlicht, damit Influencer einen leichteren Start in ihre Karriere finden. Er ist nicht nur Autor, sondern betreut Influencer auch in allen steuerlichen Belangen. Er ist Steuerberater für YouTuber, Instagramer, Streamer und andere Influencer.

Roland Elias hat sich mit seinem Team auf die Bereich Influencer, Online-Unternehmer, Kryptowährungen, Vermögensverwaltung und Unternehmensnachfolge mit Erbschaften und Schenkungen spezialisiert. Seine Beratung erfolgt voll digital und kann weltweit auch für digitale Nomaden durchgeführt werden.

Produktempfehlungen, die ich selbst regelmäßig nutze. Mein privates Konto, meine P2P-Empfehlung, mein Tagesgeld und meine Kreditkarte.

Du willst weitere Informationen?

YouTube-Empfehlung:

Steuern mit Kopf

Disclaimer: Der Autor übernimmt keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Verfasser, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich im weitest zulässigen Rahmen ausgeschlossen. Das Video stellt in keiner Art und Weise eine professionelle Steuerberatung dar und ersetzt diese auch nicht.

**Bei einigen Links im Artikel handelt es sich teilweise um Affiliate-Links, die mir helfen diesen Blog zu finanzieren. Ich gehe damit sehr verantwortungsvoll um und empfehle nur Dienstleistungen und Produkte, die ich selbst nutze und die ich mir selbst empfehlen würde.**

Bildquelle: Pixabay

Kommentar verfassen