P2P-Kredite im Ausland?

Als ich vor etwas mehr als sechs Jahren mit P2P-Krediten angefangen habe, bin ich zuerst auf Auxmoney gestoßen. Meine damalige Einstellung war, das ist in Deutschland, dann ist alles gut. Rückwirkend, war meine damalige Entscheidung falsch.

P2P-Kredite im Ausland?

Es war in etwa 2013, als ich mich das erste mal mit P2P-Krediten befasst habe. Damals war ich zurückhaltend und hatte zwar das Interesse an der Rendite, jedoch war das auch etwas risikobehaftet.

Aus Angst habe ich mich damals für die deutschen Plattformen entschieden, schließlich sind diese ja in Deutschland. Rückwirkend betrachtet, war diese Einschätzung aber falsch. Das was wir an Deutschland so sehr schätzen, das schadet im Bereich P2P-Kredite und dem Fortschritt.

Insolvenzen?

Eine Insolvenz kann jedem passieren, aber das ist kein Grund, dass hier das deutsche Insolvenzrecht hinderlich sein muss. In den letzten Jahren sind mehrere Kredite auf Auxmoney ausgefallen. Das ist kein Problem von Auxmoney, sondern grundsätzlich vorhanden.

Ich habe immer schon geschrieben, dass der Hohe Buy-In hinderlich ist. Dieser ist jetzt seit 2013 unverändert. Andere Plattformen wie Bondora haben auf das mittlerweile reagiert und damit die Chancen für Investoren erhöht.

Dadurch, dass im Rahmen der 25 € Grenze der Schaden für den kleinen Investor höher ist, da man zum Beispiel nur 200 € oder 500 € investiert, steigt damit auch das Ausfallrisiko. Bei Auxmoney sind das nur 20 Kredite. Als Vergleich mit 500 € kann man auf TWINO oder Mintos in 50 Kredite investieren und bei Bondora sogar in 500.

Die Streuung erhöht sich dadurch und macht sich auch langfristig in der Rendite bemerkbar.

Innovation

Die deutschen Anbieter hängen immer mehr hinter her. Mich hat es damals aufgeregt, dass ich bei der BIW „noch ein“ Konto eröffnen musste. Zu Anfang war der Aufbau ähnlich wie im Bereich Bondora oder TWINO. Das war angenehmer und übersichtlicher. Zudem sogar Mintos mittlerweile ein deutsches Bankkonto hat.

Auxmoney hat sich nur minimal visuell verbessert. Jedoch technisch ist Auxmoney aus Anlegersicht auf dem Stand von 2013 stehen geblieben. Während Bondora, TWINO, Mintos und andere ständig innovativer werden, scheint in Deutschland die Zeit stehen geblieben zu sein.

Auch zum Thema Innovation hat Bondora mittlerweile das Produkt Go&Grow auf den Markt gebracht. Damit hat man eine weitere Möglichkeit für Anleger geschaffen. In deutschen Plattformen vermisst man solchen Mut stark. Das einzige sind teure Werbespots.

Transparenz

Ein weiterer Punkt ist, dass deutsche Plattformen mit der Transparenz so hadern. Hingegen im baltischen Raum ist man wesentlich offener. Mintos veröffentlicht mittlerweile eine Vielzahl von Daten und erhöht damit die Transparenz im Bereich P2P enorm. (Quelle)

Derartige Aktionen wird man Deutschland vermutlich in diesem Umfang nie erleben. Außer die deutschen Plattformen kommen vielleicht in den nächsten 10 Jahren auch auf die Idee ein bisschen Innovation und Transparenz zu liefern.

Mein Fazit ist daher nach mehr als sechs Jahren P2P. Ich investiere nicht mehr in deutsche Plattformen. Ausländische Plattformen haben den Markt übernommen und werden vor allem in den nächsten Jahren noch stark wachsen. Aus diesem Grund stocke ich mein Portfolio auch monatlich auf.

Wichtig ist auch das Thema Mehrere Einkommensquellen. Das solltest Du nicht vernachlässigen. Das kannst Du machen, wenn Du zum Beispiel nebenbei gründest. Aber auch das Sparen und Investieren sollte man nicht vernachlässigen.

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