Richtig investieren, die Regeln eines Investor!

Wenn Sie am Anfang Ihrer Investoren Karriere stehen, dann fragen sich die meisten wie kann ich richtig investieren? Was sollten Sie bei der Auswahl von Investitionen beachten. Welche Grundregeln gelten für Investoren.

Richtig investieren!

Am Anfang jeder Investition steht die Absicht, dass Sie mehr aus Ihrem Kapital machen wollen. Es gibt unterschiedliche Arten von Investments. Investitionen in Immobilien, Aktien, ETF oder auch direkte Beteiligungen. Die meisten Anfänger machen den Fehler, dass Sie Schritte bei der Investition überspringen. Auch die direkte Beteiligung in Form Ihrer Arbeitskraft kann eine Investition sein.

Für mich gelten immer vier Punkte die ich bei jeder Investition beachte. Das gebe ich auch meinen Mandanten so weiter.

  • Wirtschaftlich sinnvoll
  • Zeitlich sinnvoll
  • Rechtlich sinnvoll
  • Steuerlich sinnvoll

Viele Anfänger überspringen bei der Überlegung, die ersten Punkte. Sie wollen meisten gleich Steuern sparen. Diese Herangehensweise kostet aber erheblich Geld. In einigen Foren liest man, dass manche um Steuern zu sparen schon bei ein Portfolio Größe von 10.000 € eine GmbH gründen wollen. So spart man ja schließlich Steuern. Das stimmt nur bedingt, aber ist es auch wirklich wirtschaftlich sinnvoll? Oder was sollten Sie bei jeder Investition beachten.

Wirtschaftlich

Der Bereich richtig investieren und die Frage der Wirtschaftlichkeit gehören zusammen. Es gilt, Sie sollten nur investieren, um einen Mehrertrag zu erwirtschaften. Das heißt, Gewinne zählen!

Wirtschaftlich sinnvoll ist eine Investition, wenn Sie dadurch Gewinne erwirtschaften. Aber ab wann erzielen Sie wirklich Gewinn? Für die Betriebswirtschaftliche Ansicht sind Steuern ein unvermeidbarer Faktor. Das heißt, ich rechne immer mit Gewinnen nach Steuern. Hierfür empfiehlt es sich vor allem bei der Planung konservativ zu rechnen. Wenn Ihr persönlicher Steuersatz bei 20 % liegt, dann rechnen Sie mit mindestens 25 %.

Investieren Sie nur, wenn Sie Gewinne erzielen können. Das heißt, dass Sie auch alle Kosten mit einbeziehen. In diesem Fall berechne ich selbst immer eine Höhere Kostenquote. Überlegen Sie sich, ob sich die Investition noch lohnt, wenn Sie mehr Kosten haben. Sie können schließlich nicht so weit in die Zukunft planen, dass Sie immer wissen welche Kosten anfallen. Daher gilt, rechnen Sie die Investition schlechter als sie ist. Sie werden merken, wie sich das auswirkt.

Ein weiterer unvermeidbarer Faktor ist die Inflation. Das ist die so genannte Geldentwertung. Auf diesen Faktor haben Sie auch keinen Einfluss. Das ist also der dritte Faktor auf den Sie keinen Einfluss haben. Ich rechne unabhängig der aktuellen Situation immer mit mindestens 2 %. Derzeit beträgt die Inflation zwar nur ca. 0,7 % aber wie gesagt, eine Investition muss sich auch in späteren Jahren lohnen. Es kann, aufgrund der aktuellen Geldpolitik, schnell zu einem anstieg der Inflation kommen.

Damit lässt sich abschließend zur Wirtschaftlichkeit sagen. Rechnen Sie sich schlechter. Bedenken Sie, dass Steuern, Kosten und Inflation unvermeidbare Faktoren sind. Diese können Sie nur selten kontrollieren und vermeiden. Wenn nach diesen Abzügen noch langfristig ein positives Ergebnis erscheint. Dann lohnt sich ein Investment.

Zeitaufwand

Hier muss man trennen. Erfordert die Investition einen hohen oder niedrigen Zeitaufwand. Ist die Investition sogar passiv möglich? Wenn ein aktiver Zeitaufwand vorhanden ist, müssen Sie laufend Zeit aufwenden oder ist nur der Anfang Zeit intensiv.

Einmalig

Ein einmaliger Zeitaufwand lässt sich meist nicht verhindern. Sie müssen sich zumindest in die Materie einarbeiten. Sei es bei der Planung eines Sparplans oder der einmaligen Investition in Aktien. Sie müssen sich das Wissen an eignen. Des Weiteren müssen Sie das Unternehmen oder den ETF analysieren. Das heißt, es fällt zumindest hierfür Zeit an.

Wenn der Zeitaufwand nur einmalig ist, dann können Sie sich meisten zurück lehnen und die Investition laufen lassen. Sie sollten Ihre Investition aber mindestens einmal jährlich überprüfen. Gehen Sie der Frage nach, passt die Investition noch zu meinen Zielen? Sind die Erträge noch wie erwartet? Gibt es bessere Chancen?

Diese Fragen können Sie auch im Rahmen Ihrer Steuererklärung stellen. Sehen Sie das als Ihren persönlichen Jahresabschluss. Dieser einmalige Zeitaufwand kann in der Gesamtrechnung aber vernachlässigt werden. Dasselbe wäre zum Beispiel die Erstellung eines E-Book oder das Schreiben eines Buches. Sie haben einmal den Aufwand und wenn es sich verkauft, können Sie langfristig daraus Ihren Nutzen ziehen!

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Laufend

Es gibt aber auch Investitionen die Sie mehr Zeit kosten. Das sind zum Beispiel Immobilien. Sie sind für die Betriebsbereitschaft verantwortlich. Das heißt, bei jeder Frage Ihres Mieters. Müssen Sie sich darum kümmern.

Wenn Sie die Zeit haben Investitionen zu tätigen die Ihre aktive Zeit benötigen. Dann ist dieser Faktor kein Ausschlussgrund. Denken Sie aber daran, jede Investition kostet Zeit. Manche mehr, manche weniger. Passen Sie das Ihren persönlichen Wünschen an.

Ich persönliche bevorzuge passive Einkunftsarten oder Einkünfte, bei denen ich Anfangs einen Zeitaufwand habe. Damit kann ich meine Zeit sinnvoll nutzen.

Rechtlich

Dieser Faktor spielt nur selten eine Rolle. Der Faktor rechtliches spielt eine Rolle, wenn Sie direkte Beteiligungen an Personengesellschaften erwerben. Dann kann eine rechtliche Würdigung zu einem Nachteil führen. Im Bereich von Aktien, ETF und Immobilien spielt das aber oft keine Rolle.

Ein Punkt wäre aber das Thema Bafög oder andere ähnliche Bezüge. Sie würden auf diese Weise vermutlich Grenzen übersteigen, welche dann zu einem entfallen der Bezugsberechtigung führen. Das kann unter bestimmten Umständen auch bei der Rente der Fall sein, wenn Sie zu früh in Rente gehen. Dasselbe gilt für Behinderte Menschen. Hier gelten strenge Regeln zum Thema Vermögen.

In anderen Fällen könnten hier noch ein Ehevertrag oder sonstige Verpflichtungen relevant sein. Ich bin jedoch kein Rechtsanwalt, daher kann ich zu Sonderfällen keine rechtlich sicheren Aussagen treffen.

Steuerlich

Im Bereich Steuern bin ich dann wieder beheimatet. Aus diesem Grund kann ich hier einige Tipps geben, wie Sie auch an dieser Seite und Spardirsteuern.de sehen.

Grundsätzlich wollen deutsche sofort und immer Steuern sparen. Vielen „Investoren“ ist es auch wichtiger Steuern zu sparen, als Geld zu verdienen. Man könnte sagen, sobald Schüler und Studenten über den Grundfreibetrag kommen denken Sie schon ans Steuern sparen. Obwohl Sie bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Steuern bezahlt haben.

Die steuerlichen Aspekte bei einer Investitionsentscheidung sollten daher immer nachrangig betrachtet werden. Es macht keinen Sinn Entscheidungen zu treffen, um Steuern zu sparen. Denken Sie daran, Steuern zahlt, wer Gewinne macht! Interessant wird der steuerliche Aspekt aber bei der Vermögensverwaltenden Holding.

Diese hat den Sinn, dass durch Körperschafsteuer und Gewerbesteuer ohne Ausschüttung eine niedrigere Steuerbelastung entsteht. Der Nachteil ist aber, dass Sie nicht mehr Frei über das Geld verfügen können. Aus diesem Grund eignet sich die Holding nur für große Vermögen. Zudem sollte diese Vermögen nicht benötigt werden.

Langfrist ist es aber sinnvoller Steuern zu bezahlen, wenn Sie anfallen. Das lange schieben von Steuerzahlungen führt dazu, dass Ihr Risiko steigt. Denken Sie daran, dass es schon Zeiten gab, in denen Steuersätze von 80 % normal waren. Das würde heißen, wenn Sie jetzt einen ETF thesaurieren, um Steuern zu schieben, kann es sein, dass Sie später 60 % zahlen, wenn Sie jetzt nur 25 % zahlen müssten. Das kommt dem Lotto spielen gleich. Schließlich steht die Kapitalertragsteuer auch schon wieder vor der Abschaffung und diese wurde erst 2009 eingeführt. Dasselbe gilt für die Fondsbesteuerung, diese wird zum 01.01.2018 geändert.

FAZIT

Abschließend lässt sich sagen, dass eine Entscheidung nur sinnvoll ist, wenn Sie daran Geld verdienen. Das heißt, langfristig. Wenn Sie nur im Jetzt Geld verdienen aber bei kleinen Änderungen, sei es Wirtschaftlich oder Politisch aus dem Rennen geworfen werden. Dann lohnt sich eine Investition nicht. Testen Sie daher Ihre Entscheidungen immer unter den schlechtesten Bedingungen.

Stellen Sie sich die Frage, was passiert, wenn die Kosten um 50 % steigen. Was passiert, wenn ein stark Inflationäres oder Deflationäres Umfeld vorliegt. Wenn Sie diese Backtests beachten, dann sind Ihre Investitionen sicher. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es zwar nie. Aber Sie können viele Faktoren ausklammern.

Das wichtigste ist aber, prüfen Sie Ihr Umfeld und treffen Sie Entscheidungen nur nach Ihren eigenen Möglichkeiten, Chancen und innerhalb Ihrer Risikotoleranz. Alles andere schadet Ihrem langfristigen Erfolg und Vermögensaufbau.

2 Gedanken zu „Richtig investieren, die Regeln eines Investor!

  1. Schöner Artikel!
    Ich finde insbesondere den Aspekt Recht und Steuern wichtig, da er oft vernachlässigt wird. Gerade bei Immobilieninvestments mit Leverage wird es sehr wichtig sein, sinnvoll vorzugehen und v.a. persönliche Haftungen zu minimieren.
    Beim Thema Steuern sparen habe ich eine durchaus konträre Meinung: So wünschenswert es sein mag steuern zu sparen, kann es doch immer nur ein untergeordnetes Ziel sein. Das übergeordnete Ziel muss immer sein, entsprechenden Ertrag zu erwirtschaften. Den dann anfallenden Steuern völlig zu entgehen wird insb. bei Privatpersonen mit Hauptwohnsitz in D-A-CH wenig erfolgreich sein.
    Viele Grüße,
    FF

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