Robotik – Fluch oder Segen für Sie?

Mit erstaunen lese ich immer wieder im Internet „Ausländer nehmen Arbeitsplätze weg“ und bin erstaunt über diese Kurzsichtigkeit. In Wirklichkeit nehmen aber die Roboter uns allen die Arbeitsplätze weg. Darüber denken aber nur die wenigsten nach. Wie können Sie sich davor schützen?

Robotik und die Entwicklung

Wenn Sie auf die Geschichte der Menschheit blicken, dann werden Sie feststellen, dass wir noch nicht allzu lange von der Technologie profitieren. Die Industrielle Revolution begann Mitte des 18. Jahrhunderts. Das heißt, erst ab diesem Zeitpunkt haben Maschinen angefangen für die Menschen zu arbeiten. In den letzten hundert Jahren hat die Entwicklung einen Sprung nach vorne gemacht. Das liegt auch daran, dass künstliche Intelligenz Realität wird.

Ich kann mich noch daran erinnern, dass es ein Highlight war, als der „Roboterhunde“ vorgestellt wurde. Im Vergleich zum heutigen Stand arbeiten diese Tiere mit Steinzeit-Software und -Hardware. Die Robotik hat sich sowohl in der Industrie, als auch im Privatbereich weiterentwickelt. Auch selbstfahrende Autos sind Teil dieser Revolution. In der heutigen Zeit sind auch Google, Facebook und Twitter, mit dem Sie auf diese Seite gefunden haben, Teil dieser Welt. Diese kleinen Algorithmen (Crawler) arbeiten sich durch das Internet auf der Suche nach Information. Während die Tastatur oder das Handy auf dem Sie diesen Blog lesen vermutlich von einer Maschine gebaut wurde. Diesen Fortschritt hat der Mensch in weniger als 300 Jahren geschafft. Denken Sie nur an Ihr Handy, das  gibt es erst seit 1973, also etwas mehr als 40 Jahre. Das klingt zwar auch noch lange, aber denken Sie daran, laut Forschern verdoppelt sich die Rechenleistung alle 2 Jahre.

Was haben Maschinen verändert?

In der Geschichte der Industrie hatten Maschinen die letzten hundert Jahre die Aufgabe, dass sie monotone Arbeiten ausführen. Das hatte in den letzten Jahren die Folge, dass ein Arbeiter immer weniger schädliche Arbeiten leisten muss. In der Autoindustrie wird immer mehr automatisiert produziert. Aus diesem Grund sind hier Arbeitsplätze weggefallen, aber auch neue Zweige hinzugekommen. So benötigte man früher viele Arbeiter, um ein Auto zu bauen. Im Laufe der Zeit wurde dann das Fließband eingeführt, damit fielen Jobs weg. Nach und nach wurden in bestimmten Abschnitten immer mehr Aufgaben programmiert und automatisiert. Heute werden dafür wesentlich mehr Programmierer und Ingenieure benötigt, welche die Maschinen programmieren, warten und herstellen.

Wenn Sie jetzt denken, dass nur der „Arbeiter“ davon betroffen ist, dann irren Sie sich. Vor allem, durch die Entwicklung komplexer Programme, welche immer aufwendigere Arbeiten ausführen, ist auch der Dienstleistungssektor nicht verschont geblieben. Denken Sie alleine an die Post. Wann haben Sie das letzte Mal einen Brief verschickt? Wann haben Sie das letzte Mal einen Überweisungsträger per Hand ausgefüllt? Machen Sie Ihre Steuererklärung schon über eine Software? Auch der Dienstleistungssektor bleibt nicht vor den Einflüssen verschont.

Wie werden Maschinen die Wirtschaft noch verändern?

Wie ich Eingangs geschrieben habe verdoppelt sich die Rechenleistung alle zwei Jahre. Aus diesem Grund denke ich, dass sich im ersten Stoß bis 2020 ein erheblicher Umbruch ergeben wird. Der nächste Schritt wird dann bis 2040 folgen. Es wird zwar weiterhin unauffällig nebenbei passieren, aber mit zunehmender Stärke wird es für jeden spürbar. Ich denke hierbei speziell an den Dienstleistungssektor. In der Industrie wird es vorerst so weiter gehen, bis Maschinen sich autonom selbst bauen und programmieren können. Erst dann wird die Industrie vermutlich vollkommen arbeitnehmerfrei.

Größere Sorgen bereitet mir persönlich der Dienstleistungssektor. Uns blieb der Umbruch noch verschleiert, aber auch hier wird es  zu Verwerfungen kommen. Aufgrund der Robotik beziehungsweise der Automatisierung werden auch hier viele Arbeitnehmer ihren Job verlieren. Als Beispiel denken Sie daran, dass Amazon seine Drohnen als Postboten (Paketboten) einsetzen will. Damit würde es die deutsche Post (DHL), FedEx, Hermes und andere hart treffen. Aktuell profitieren diese Unternehmen noch von Amazon, bei der Post sind das aktuell 8 %. Aber auch andere Dienstleister werden betroffen sein. Denken Sie zum Beispiel an die Steuerberatung, eine Software kann im Normalfall einen Steuerberater günstig ersetzen. Solange es also um programmierbare und monotone Aufgaben mit Wiederholung geht, kann es automatisiert werden.

Sie sollten sich daher bewusst sein, wenn Ihr Beruf monotone Bestandteile enthält, dann werden Sie diesen vermutlich nicht mehr lange machen. Aus diesem Grund sollten Sie sich fort- und weiterbilden, nur so können Sie der Arbeitslosigkeit entgehen. Das liegt vor allem daran, dass Schlüsselpositionen auch in Zukunft noch benötigt werden.

Wie schützen Sie sich vor der Automatisierung?

Es ist im Grunde ganz einfach. Bleiben Sie für Ihren oder einen neuen Arbeitgeber attraktiv. Bilden Sie sich in zukunftsträchtigen Bereichen fort. Das fängt schon mit dem Programmieren an. In Zukunft werden mehr Programmierer als Bürokaufleute benötigt. Versicherungsmakler, Versicherungsvertreter und Bankangestellter werden langfristig überflüssige Berufe. Das Internet wird immer mehr Bereiche übernehmen. Schauen Sie sich daher rechtzeitig nach Alternativen um. Das Internet bietet unendliche Möglichkeiten.

Einen richtigen „Schutz“ gibt es aber nicht. Die Automatisierung wird weiter fortschreiten und sie wird vor Ihnen nicht halt machen. Das sollte Ihnen klar sein. In diesem Zusammenhang wird aber auch viel Diskutiert, zum Beispiel über das Bedingungslose Grundeinkommen.

Bedingungslose Grundeinkommen

Viele Ökonomen, Politiker und Blogger sprechen davon, dass im Zuge der weiteren technologischen Entwicklung,  das bedingungslose Grundeinkommen unumgänglich sein wird. Der Gedanke ist, dass aufgrund der „hohen Arbeitslosigkeit“ müsste man die Bürger mit Geld versorgen. Es gibt ja schließlich keine Arbeit mehr, da diese vollständig und automatisiert von Maschinen erledigt wird.

Ich kann dieses Argument nachvollziehen, aber nicht zu 100 % unterschreiben. Meines Erachtens wird in diesem Zusammenhang zu kurz gedacht. Als Beispiel, Elon Musk will bis 2024 beginnen den Mars zu besiedeln. Das klingt verrückt, aber solche vielleicht verrückten Ziele werden den Unterschied ausmachen. Denken Sie daran, welche Möglichkeiten hinter diesem Sprung stehen. Die Besiedlung neuer Planeten oder auch die verstärkte Weltraumforschung. All das schafft Arbeitsplätze. Aus diesem Grund stehe ich auch weiterhin dem bedingungslosen Grundeinkommen skeptisch gegenüber.

Jetzt können Sie wieder von vorne Anfangen zu lesen, denn dieselben Argumente wurden bei Einführung der Dampfmaschine, des Fließbandes und bei anderen Entwicklungen gemacht. Bei jedem größeren Umbruch gibt es diejenigen, die denken, dass das System kollabiert. Denken Sie immer daran, nur weil Sie etwas nicht wissen, heißt das nicht, dass es das nicht gibt. Das wäre sozusagen Schrödingers Schwarzer Schwan.

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