Steuerfalle Kontohopping – Steuern mit Kopf!

Steuern mit Kopf, der YouTube-Channel, der dich über die Steuern in Deutschland aufklärt. Auf Steuern mit Kopf erklärt Roland Elias das Steuerrecht in Deutschland für jeden und ganz einfach. Mit Kontohopping Geld verdienen, wie musst du das versteuern? Diese Steuerfalle Kontohopping gibt es!

Steuern mit Kopf – Neues Video!

Jede Woche gibt es mindestens zweimal ein Video von Steuern mit Kopf. Der Grundsatz ist immer Mittwochs und Sonntags. Regelmäßig gibt es immer Freitags und 18:30 die Steuernews der Woche. Kurz und verständlich zusammengefasst.

Neben den Steuernews gibt es aber auch immer einen Livevortrag über ein bestimmtes Thema. Das Thema wechselt wöchentlich und im Steuertalk kann man dann noch über Gesetze und Regelungen diskutieren.

Steuerfalle Kontohopping!

In diesem Video findest du die Steuerfalle Kontohopping.

Typische Fragen zu diesem Thema sind:

  • Wie versteuere ich Prämien beim Depotwechsel?
  • Kontowechselprämie Steuer?
  • Zufriedenheitsgarantie Steuererklärung?

Auszug aus dem Video:

So funktioniert Kontohopping!

Wer kennt es nicht, die Banken locken mit schönen Wechselangeboten um neue Kunden zu bekommen. Einmal gibt es 100 €, dann gibt es 150 €, wenn einem das Konto nicht gefällt. Manche Broker zahlen gleich 1.000 €, wenn ein großes Depot zu ihnen wechselt und damit ein neuer Kunde wird.

Das System an sich ist so alt, wie es vermutlich Banken gibt. Man lockt Kunden mit Rabatten an um sie langfristig zu binden. Natürlich wollen das die Kontohopper eigentlich nicht, sondern diese bleiben nur eine bestimmte Zeit beim Institut und wechseln dann gleich weiter. Doch hier drohen Steuerfallen und Probleme.

Vertrag genau lesen!

Einige Direktbanken fordern eine bestimmte Zeit lang einen Eingang von einem bestimmten monatlichen Betrag. Klassisch muss man dann sein Gehaltskonto wechseln oder 12 Monate bei einer Bank bleiben. Aber das ist sehr individuell. Man muss hier auf das Kleingedruckte achten.

Jetzt ist also das System klar. Mit dem entsprechenden Kapital kann man das natürlich auf die Spitze treiben. Mir selbst sind Personen bekannt, die eröffnen monatlich neue Depots und Konten um damit ein bisschen was dazuzuverdienen. Teilweise liegen die Einkünfte hier sogar monatlich im vierstelligen Bereich.

Dieser Gedankengang ist natürlich klar, aber wie sieht das jetzt am Ende steuerlich aus? Kann man die Zahlungen steuerfrei einstreichen oder gibt es hier Regelungen? Klassisch kann man hier sagen, es kommt darauf an.

Ein paar Prämien kassieren!

Wer hin und wieder mal das Konto wechselt und damit ein paar hundert Euro zusätzlich verdient, der kann das ganze steuerfrei bekommen. Jedoch gibt es hier eine Einschränkung.

Die Wechselprämien fallen unter die Leistungen (§ 22 Nr. 1a EStG) und gehören zu den sonstigen Einkünften. Diese sind bis zur Freigrenze von 256 € steuerfrei. Überschreitet man diese Freigrenze, dann muss man den vollen Betrag mit dem persönlichen Steuersatz versteuern. Das heißt hier werden 0 % bis 45 % fällig. Zudem fällt diese Grenze bei überschreiten weg, das heißt bei 257 € muss man diese voll versteuern und nicht nur einen Euro.

Gewerblicher Kontohopper!

Anders sieht es jedoch aus, wenn man das ganze auf die Spitze treibt. Manche Kontohopper verdienen mehrere tausend Euro pro Jahr und haben dazu noch ein ausgeklügeltes System von Daueraufträgen die monatlich im Kreis rumlaufen. Damit wird der monatliche Geldeingang fingiert und die Bank muss am Ende auszahlen. Jedoch sollte man hier die Bedingungen genau lesen. Verstößt man gegen die Bedingungen, dann kann die Bank das Geld zurückfordern.

Wer so ein System betreibt, der kommt auch steuerlich nicht so leicht davon. Steuerlich ist so ein System als gewerbliche Tätigkeit einzustufen. Die Folgen wäre eine Einkommensteuererklärungspflicht, die Pflicht zur Aufstellung und Abgabe einer Einnahmenüberschussrechnung und zuletzt eine Gewerbesteuerpflicht.

Damit ist der professionelle Kontohopper eine ganz normaler Gewerbetreibender. Das solltest du beachten, damit nicht am Ende das Finanzamt bei dir vor der Tür steht. Denn steuerpflichtig sind die Einnahmen so oder so, nur der Aufwand ist unterschiedlich.

Hinweis:

Kontohopping ist bei manchen Banken verboten. Es gibt hier klare Regelungen nach denen die Auszahlung funktioniert und möglich ist. Wer dagegen verstößt der kann mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Zudem kann die Bank in Zukunft auch die Eröffnung eines Kontos verweigern. Aus diesem Grund ist hier Vorsicht geboten.

Die Partner von Steuern mit Kopf sind:

Produktempfehlungen, die ich selbst regelmäßig nutze. Mein kostenloses Depot, meine P2P-Empfehlung und mein Tagesgeld. Die Kreditkarte für jeden.

Du willst weitere Informationen?

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Steuern2go der Podcast rund um das Thema Steuern und Steuerrecht für Steuerassistenten und Steuerfachangestellte!

Mehr zum Autor Roland Elias.

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Bildquelle: Pixabay

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