Steuertipps für Berufsanfänger! – Steuern sparen von Anfang an!

Steuertipps und Steuertricks werden immer nur für die alten und groß verdienenden geschrieben? Nein das stimmt nicht. In diesem Artikel geht es um Steuertipps für Berufsanfänger. Gibt es also eine Steuerstrategie für junge Menschen?

Steuertipps für Berufsanfänger!

Um Steuern zu sparen, muss man Steuerstrategien nutzen. Steuerstrategien haben den Nachteil, dass sie die Flexibilität einschränken. Zu einer Steuerstrategie gehört die Planung und die Durchführung. Bei der Planung muss man sich an viele Punkte halten und diese dann in der Durchführung auch so durchsetzen. Das Problem, das viele Menschen kennen ist, dass alle Pläne gut sind, bis sie auf die Realität treffen.

Plane die Steuern!

Steuerzahlungen sind unvermeidbar. Das musst du akzeptieren. Du kannst die Höhe der Zahlung aber beeinflussen. Diese Beeinflussung bedeutet, dass du also etwas tun kannst. Für Arbeitnehmer gibt es hier einfache Strategien.  Du musst wissen, wie viel Geld benötigst du pro Monat oder pro Jahr, um deinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Um das Ganze sehr einfach zu rechnen, musst du immer von deinem Nettogehalt ausgehen. Dieses Geld kannst du verwenden, um dann Steuern zu minimieren. Die große Frage ist, wie kann man das am besten umsetzen. Es ist einfacher, als du denkst!

Vorab jedoch, dieser Artikel soll nicht dazu dienen, dass du Steuern hinterziehst, sondern es soll dazu dienen, dass du Steuern sparst. Jegliche Form von Steuerhinterziehung ist strafbar. In diesem Artikel findest du die betriebswirtschaftliche Analyse von Steuerhinterziehung.

Welche Möglichkeiten hast du?

Es gibt im Grunde ein paar Möglichkeiten Steuern zu sparen. Das kann ein Denkmalobjekt, ein Förderobjekt oder auch einfache Werbungskosten sein. Wichtig ist dabei, dass du dich nicht in unüberwindbare Schulden stürzt. Viele versuchen dann seltsame Konstrukte zu bauen und verlieren dann den Überblick oder scheitern an der Liquidität. Steuern sparen ist nie das oberste Ziel, sondern ein Teil des Vermögensaufbaus.

Werbungskosten für Arbeitnehmer!

Fangen wir also mit den Werbungskosten an. Werbungskosten sind die Betriebsausgaben der Überschusseinkünfte. Das heißt, alles was du ausgibst, um eine Tätigkeit zu erhalten, zu sichern oder zu erwerben kann als Werbungskosten abgesetzt werden.

Studium oder Ausbildung!

Das Studium oder die Ausbildung kann abgesetzt werden, wenn eine abgeschlossene Erstausbildung vorliegt. Andernfalls bleibt man auf den Kosten sitzen. Sollte aber eine abgeschlossene Erstausbildung vorliegen, dann können Unmengen an Werbungskosten abgesetzt werden. Diese Thematik habe ich in Videoform schon auf Steuern mit Kopf beantwortet.

Nach der Ausbildung!

Interessant wird es nach der Ausbildung. Im ersten Jahr wird man von dem aufgebauten Verlustvortrag der Vorjahre profitieren. Das heißt, man kann dann mit einer großen Steuererstattung rechnen. Das hängt aber auch vom Einstiegsgehalt und der Höhe der Werbungskosten ab.

Viele Arbeitnehmer machen einen finanziellen Fehler. Für sie ist nach der Ausbildung oder dem Studium Schluss. Ich gebe jährlich fast 2.000 € für Werbungskosten aus. Diese beziehen sich aber rein auf die Fort- und Weiterbildungen aus. Der Vorteil dieser Werbungskosten ist, dass sie meinen Horizont erweitern und man mir dieses Know-how nicht mehr nehmen kann. Zum Beispiel bei einer Insolvenz, wäre mein Vermögen weg, mein Wissen aber nicht.

Reisen und Fahrten!

Manche Arbeitnehmer denken nicht einmal an die Kosten für die tägliche Fahrt zur Arbeit. Das sind ja schließlich nur 10 oder 15 Kilometer. Jedoch, wenn du Vollzeit arbeitest, dann kommt schon etwas zusammen. Du kannst je Kilometer für die Entfernung (einfach) 30 Cent absetzen. Bei einer Vollzeittätigkeit kommt man schon auf 230 Arbeitstage. Wenn man das jetzt durchrechnet, dann ergibt sich ein schönes Bild.

Alleine mit den Fahrtkosten übersteigt man schon den Werbungskostenpauschbetrag von 1.000 €. Das sind zwar nur 35 €, aber die Folge ist, dass jeder weitere Euro eine Steuerminderung zur Folge hat.

Baudenkmäler als Steuersparmodell!

Wenn du entweder schon in jungen Jahren die Liquidität hast oder entsprechend verdienst, dann kann auch ein Baudenkmal interessant sein. Hier kannst du die ersten Jahre anstatt mit 2 % mit 9 % bzw. 7 % abschreiben. Das heißt, dass sofort 9 % der Maßnahmen als Werbungskosten gegen die Mieten gerechnet werden kann.

Das klingt zwar verlockend, jedoch sollte man hier langfristig kalkulieren, denn auch ein Baudenkmal muss sich rentieren. Viele Steuerpflichtige haben hier den Fehler gemacht, dass es sich zwar steuerlich rentiert, aber wirtschaftlich ein Fiasko war.

Notieren & Aufzeichnen!

Seit dem Jahr 01.01.2018 müssen keine Belege mehr an das Finanzamt geschickt werden. Das heißt, dass die Steuererklärung 2017 ohne Belege an das Finanzamt übermittelt wird. Das ist zwar von Vorteil, jedoch muss man trotzdem noch die Belege vorzeigen, wenn das Finanzamt diese anfordert. Diese Anfragen kommen häufiger vor, als man denkt!

Ich hatte in meiner Arbeit mehr Anfragen für Belege, seit der Änderung, als in den Jahren zuvor. Das liegt daran, dass ältere Finanzbeamte immer gerne Papier in der Hand haben. Also am besten schon während des Jahres alles sauber aufbereiten oder meinen Trick von Steuern mit Kopf anwenden. Das spart Geld und Zeit!

Durchziehen!

Das wichtigste ist aber, dass man es durchzieht. Die Steuererklärung muss nicht nur geplant werden, sondern am Ende auch abgegeben werden. Dafür eignet sich eine Steuersoftware, die zusätzliche Steuertipps liefert. Meine Empfehlung in diesem Bereich sind die Folgenden:

Beim Steuer sparen als Berufsanfänger sollte man aber auch die Anlage und Sparpläne nicht vergessen. Das passende kostenlose Depot findest du hier.

Du willst weitere Informationen?

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Mehr zum Autor Roland Elias.

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