Vorteile als Mieter! – Lohnt sich das?

Immer wieder hört man unterschiedliche Aspekte aus dem Bereich Mieten oder Kaufen. Auch ich habe schon einen Beitrag zum steuerlichen geschrieben. In diesem Artikel möchte ich aber die Vorteile des Mieters herausheben, hat dieser überhaupt welche?

Vorteile des Mieters

Ich möchte diesen Artikel abseits von Fakten oder steuerlichen Thematiken beleuchten. Daher kann ich das eher als Mieter beurteilen und das aus eigenen Erfahrungen. Ich selbst vermiete und habe über die Jahre hinweg die Erfahrung als „Eigenheimbewohner“ gemacht, da meine Eltern seit meiner Geburt ein Einfamilienhaus besitzen.

Am besten sind die Erfahrungen, wenn man alle Seiten kennt, aber welche Vorteile hat es jetzt, wenn man zur Miete wohnt?

Flexibilität für die Zukunft!

In Zukunft wird es sowohl für Arbeitnehmer, als auch Unternehmer immer wichtiger, dass sie flexibel auf Ereignisse reagieren können. Der Mieter hat hier den Vorteil, dass bei einem neuen Jobangebot, bei einer Versetzung oder bei einer neuen Beziehung jederzeit gekündigt werden kann.

Man zieht dann nach den entsprechenden Fristen aus bzw. um und lässt das Ganze zurück. Im Eigenheim ist das Ganze etwas komplizierter, da hier erst ein Käufer gefunden und einen Notar beauftragt werden muss. Der Mieter hat somit einen Vorteil bei der Reaktion auf neue Umstände und kann sich entsprechend anpassen.

Ein häufiger Fall ist dann auch, wenn eine Familie Zuwachs erwartet. Am Anfang reicht eventuell eine Zweizimmerwohnung noch aus, aber spätestens, wenn das Kind drei Jahre alt ist, kann es schon etwas eng werden. Ebenso, wenn man auf einmal auf ein Home-Office angewiesen ist, es ist daher fraglich, ob man das Büro im Wohnzimmer haben will.

Miete statt Tilgung!

Als Mieter bleibt man grundsätzlich Schuldenfrei, wenn man seine sonstigen Verpflichtungen erfüllt. Als Eigenheimbesitzer hat man den Nachteil, dass man bei einem großen Minus startet, sofern man kein Eigenkapital hat.

Durch die Miete hat man im Grunde alle Ausgaben planbar und kann das ganze auch je nach den Umständen selbst steuern. Wenn die Miete zu hoch ist, dann sucht man sich eine kleinere Wohnung, will man etwas Besseres, dann sucht man sich was Größeres. Aus diesem Grund ist auch bei den Kosten die Flexibilität ein wichtiger Punkt. Lebt man im Eigenheim, dann hat man seinen konstanten Kapitaldienst zu leisen und es spielt keine Rolle, ob man kann oder nicht.

Die einzige Möglichkeit aus dem Dilemma herauszukommen ist der Verkauf, dann steht man aber vor dem Problem, dass unter Druck meist das schlechtere Ergebnis erzielt wird.

Rücklagen

In meinen Artikeln zum Thema Rücklagen habe ich schon darüber geschrieben. Jedoch habe ich das Thema noch nicht speziell für Mieter beleuchtet. Der Mieter hat den Vorteil, dass er nur geringe Rücklagen vorweisen muss. Kleinere Reparaturen wie Waschmaschine, Bett, Kühlschrank, Auto oder sonstiges, das man schnell und einfach ersparen.

Alle anderen Kosten, welche die Wohnung betreffen muss schließlich der Vermieter oder die Hausverwaltung bezahlen. Das ist auch ein rechtlicher Aspekt. Der Mieter hat Anspruch auf eine Mietsache, die frei von Mängel ist. Damit kann viele Kosten auf den Vermieter abwälzen.

Der Eigenheimbesitzer muss hingegen eine Rücklage für alles bilden. Haus, Dach, usw. Sollte ein Schaden entstehen, dann muss er diesen auf eigene Kosten bezahlen und das kann schnell teuer werden, wenn zum Beispiel eine neue Heizung fällig wird.

Vermögensaufbau

Wer weniger Kosten einplanen muss, der kann auch langfristig mehr investieren. Meines Erachtens ist das mit einer der größten Vorteile, welche man als Mieter gegenüber dem Eigenheimbesitzer hat.

Die Überschüsse können langfristig investiert werden und zum Beispiel durch ein gutes Dividenden-Portfolio weitere Erträge erwirtschaften. Wer zum Beispiel eine Nebenkostenerstattung erhält oder zukünftig weniger Nebenkosten vorauszahlen muss, der kann diese freiwerdende Liquidität in einen Sparplan umleiten.

Somit ergibt sich als Resultat, dass man die immer eine positive Vermögensbilanz hat und zum Beispiel auch eine Immobilie kaufen kann und diese dann vermieten. Auf diese Weise hat man die Vorteile beider Welten, man baut Immobilienvermögen durch Vermietung auf und setzt das steuerlich an.

Rechtliches, das Land der Mieter!

Es wird in Deutschland immer gesagt, dass wir das Land der Mieter sind. Das hängt zum einen damit zusammen, dass wir überwiegend Mieten, anstatt zu kaufen.

Einer der Gründe vor allem zu Mieten ist, dass die Rechtsprechung meist für Mieter positive Urteile spricht. Der Vermieter hat meist das Nachsehen. Auf diese Weise werden immer mehr Mieter zur Prinzessin auf der Erbse. Jedoch hat das natürlich seine Vorteile, man kann von seinem Vermieter alles verlangen und das meist sogar zu jeder Tages- und Nachtzeit. Der Mieter hat den Vorteil, dass er die Kosten dafür nicht tragen muss, da dem Mieter eine Mietsache frei von Mängeln vertraglich zugesichert wurde.

Was mache ich?

Ich selbst bin über meine Eltern als „Eigenheimbesitzer“ aufgewachsen und lebe jetzt selbst zur Miete. Der Vorteil ist, dass die Kosten durch den Vermieter getragen werden und ich sehr flexibel agieren kann.

Ich nutze auf der anderen Seite aber auch die Möglichkeit der Immobilien und des Leverage-Effektes. Natürlich verzichte ich auch nicht auf meine Dividenden und mein sonst sehr breites Portfolio. Damit nutze ich so gesehen das beste aus allen Welten und das kann ich auch nur anderen empfehlen. Wohnen zur Miete und als Vermieter Einnahmen erzielen und Vermögen  aufbauen.

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