Wer sollte Aktien kaufen?

Immer wieder taucht die Frage auf, wer sollte Aktien kaufen? Sind Aktien für jeden etwas? In diesem kleinen Artikel will ich kurz auf diese Frage eingehen!

Wer sollte Aktien kaufen?

Die Frage „wer sollte Aktien kaufen“ muss man ein bisschen unterteilen. Es ist nicht immer so einfach, dass man sagt, jeder sollte Aktien kaufen. Für mich spielen hier vier Faktoren eine Rolle. Der erste Faktor ist die Zeit, dann die Psychologie, das Risiko und die finanziellen Möglichkeiten!

Faktor Zeit!

Beim Faktor Zeit geht es nicht um das richtige Market Timing, sondern um den Anlagehorizont. Viele Menschen die in einen Markt einsteigen sehen die Renditen der Vergangenheit und hoffen darauf, dass dieselbe Rendite in den nächsten Minuten eintritt. Das ist die Träumerei der wir alle schon einmal unterlegen sind. Beim Faktor Zeit muss man wissen, dass die Rendite von ca. 7 % p.a. über viele Jahre erfasst wurde.

Wer kurz- bis mittelfristig sein Geld vermehren will, der wird mit Aktien ein großes Risiko eingehen. Kurzfristig können Aktien stark fallen und es ist nicht gesagt, dass sich der Markt mittelfristig wieder erholt. Es ist zum Beispiel hoch riskant für das Eigenheim oder das Auto das man sich nächstes Jahr kaufen will ein Depot anzulegen. Für diesen Fall wäre das Tagesgeld wohl die bessere Alternative. Wobei das Tagesgeld auch nicht risikolos ist. Für meine persönliche Rücklage nutze ich aktuell Bondora Go & Grow mit 6,75 % pro Jahr.

Damit solltest du dir merken, langfristig führt nichts an Aktien vorbei. Ein Investment in Aktien hat sich in den vergangenen Jahrzehnten immer gelohnt und das wird auch in den nächsten Jahrzehnten so sein. Das heißt, langfristig ist der Faktor Zeit auf deiner Seite, wenn du die nötige Zeit mitbringst.

Psychologie!

Für Feldforschungen im Rahmen der Psychologie gibt es nichts besseres als Facebook-Gruppen. In Aktien-Gruppen regiert die Panik, wenn der Markt oder bestimmte Werte fallen. Komprimiert kann man das sehr schön in Gruppen über Kryptowährungen sehen. Es ist also auch die Frage zu stellen, welcher Typ bist du? Kannst du ruhig schlafen, wenn dein Geld mehr und weniger wird?

Ich hatte einen Bekannten der in der glücklichen Lage war viel Geld zu haben. Seine Investmentquote lag weit unter 10 % seines gesamten Vermögens. Das Problem war aber, dass er diese Nachrichten und Meldungen nicht verkraften konnte. Für ihn war es jedes mal Stress, wenn die Werte nach unten korrigiert haben. Er konnte sich am Ende auch nicht mehr freuen, weil er so fixiert war. Am Anfang überprüft jeder Mensch täglich die Kurse an den Börsen, aber irgendwann sollte etwas Ruhe einkehren.

Risiko!

Die Ruhe kehrt nicht ein, wenn das Geld irgendwann weg ist. Viele Investoren vergessen dieses reale Szenario. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Aktienunternehmen Pleite geht ist nicht hoch, aber sie besteht. Das hat man vor einiger Zeit erst wieder bei AirBerlin gesehen. Aus diesem Grund erkennst du Menschen die diese Regel befolgen immer an der Ruhe. Wenn du nur Geld investierst, dessen Verlust du verkraftest, dann kannst du ruhig schlafen.

Verluste sind zwar auch dann nervig, aber es ist etwas anderes, wenn du das Geld dringend nötig hast oder wenn es wirklich nur dein „Spielgeld“ ist. Ich selbst habe eine große Summe im Aktienmarkt, es wäre nicht schön, wenn das Geld weg wäre. Wichtiger ist aber, dass du diese Summe auch wieder erreichen kannst. Sollte heute mein ganzes Vermögen weg sein, ich würde einen Sparplan starten und von vorne anfangen.

Finanzielle Möglichkeiten!

Einen Punkt den viele Anfänger oft nicht sehen, das sind die Möglichkeiten. Banken sehen gerne, dass der Kreditnehmer eine Investmentstrategie hat. Bei einem Kredit den man beantragen will muss man im Rahmen der Selbstauskunft alle nötigen Informationen angeben.

Ein Aspekt ist hier auch das andere Vermögen. Das sind zum Beispiel auch Aktien, ETF, Anleihen oder auch P2P. Wer dieses Vermögen beim Kreditantrag vorweisen kann. Der bekommt nicht nur einen besseren Zins, sondern überhaupt erst einmal einen Kredit. So erleichtert man sich auch die Finanzierung des Eigenheims.

Das klassische Beispiel für eine Kreditunwüdrigkeit ist hier das sechsstellige Jahreseinkommen, ein Kontostand von nahe null Euro und sonst kein weiteres Vermögen. Eine Bank wird hier nur sehr schwer einen Kredit vergeben, auch wenn das Jahresgehalt bei über 100.000 € liegt.

Auch der Rentenaspekt sollte nicht unterschätzt werden. Mit Aktien bzw. Dividenden kann man seine Rente enorm aufbessern. Wie heißt es so schön „die Rente ist sicher, nur nicht in welcher Höhe.“

Für mich lässt sich die Frage „wer sollte Aktien kaufen“ mit der Antwort abschließen, dass fast jeder Aktien kaufen sollt. Aber JEDER sollte an der Börse aktiv sein. Das kann auch mit der Sicherheit eines ETF funktionieren.

Meine Empfehlung für das beste kostenlose Depot. Das ist auch interessant für dich „Das Schneeballprinzip“ oder „Geld sparen beim Umzug„.

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