Money Monday der 06.03.2017

Das Wahlkampfjahr geht weiter, diese Woche geht es um die Themen Snap Inc., Arbeitslosengeld und der Sparplan bei Höchststand. Damit ist schon einiges an Stoff abgedeckt und  YouTube-Kanal startet jetzt in KW 11. Auch noch neu ist Flatex traut sich was und geht neue Schritte!

Money Monday

Snap Inc.

Letzte Woche startete Snap Inc. mit einem Debüt am Aktienmarkt, welches sich gewaschen hatte. Das Unternehmen wurde aus dem Stand mit einem Wert von fast 17 Mrd. bewertet. Am Tag vorher wurde der Ausgabekurs nochmal um einen Euro angehoben und startete somit bei 17 €. Die Aktie legte innerhalb der ersten zwei Stunden um 40 % zu und wurde mit 24 € notiert. Das kann man als sportlich bezeichnen.

Einschätzung

Das Debüt kann sich sehen lassen, es stellt sich aber die Frage, ob das auch nachhaltig war. Snap Inc. liegt weit hinter der Konkurrenz, was Umsatz, Gewinn und Nutzer angeht. Bei all diesen Zahlen lässt sich hier schon eine Überbewertung erkennen. Die Frage ist, bleibt der Trend nachhaltig. Ich glaube es kaum. Die Aktie wird vermutlich das gleiche Schicksal teilen wie auch Facebook. Es wird erst mal bergab gehen, bevor sich ein positiver Trend einstellt.

Meine persönliche Meinung ist auch, dass Snap Inc. nicht gut ist. Ich selbst hatte die App eine Zeitlang installiert. Gegen Snap Inc. lief sogar Facebook fehlerfrei. Snap Inc. ist somit nach einer Woche wieder von meinem Handy geflogen, da die App keinen Mehrwert bringt. Das einzige was an Snapchat lustig ist, sind die Filter. Aber selbst in diesem Bereich legt Instagram und Facebook nach. Auch WhatsApp hat jetzt einige Filter, welche sicherlich noch ausgebaut werden. Es lässt sich also feststelle, der Neuling hat es schwer am Parkett.

ALG 1 und 2

Nach meinem Verständnis hat das Arbeitslosengeld den Sinn, dass man damit kurze finanzielle Engpässe durch einen Jobverlust überbrücken kann. Der neue SPD-Kanzlerkandidat, will das ganze System jetzt ausbauen und als Wahlgeschenk die Finanzen der BRD noch weiter belasten. Mit Blick auf die Verteilung des Haushalts fällt schon auf, dass im Bereich soziales die Ausgaben nur eine Richtung kennen, und zwar nach oben. Herr Schulz hat jetzt vorgeschlagen, dass das ALG 1 von bisher 12 Monaten auf 48 Monate verlängert wird. Des Weiteren, sollen weitere Fortbildungen Pflicht werden.

Einschätzung

Ich bin kein Freund von der Verlängerung der sozialen Hängematte. Mir ist bewusst, dass viele unverschuldet in diese Situation kommen. Was aber nicht bedacht wird ist, dass je länger ein Mensch in der Arbeitslosigkeit verbringt, umso schwieriger wird eine Rückführung in einen festen Job. Durch die neuen Vorschläge wird das Problem meines Erachtens nur verstärkt. Arbeitslosigkeit ist keine Schande, aber auch kein Vergnügen. Von daher wäre es Zielführender Arbeitslose schnell wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren und das unter Druck und Anreiz, als Ihnen weiter den Druck zu nehmen.

Sparplan auf Sparflamme

Im Zuge der neuen Höchststände habe ich meine Sparpläne auf dem Minimum von 25 € pro WKN belassen. Das liegt zum einen an dem neuen Projekt und zum anderen auch, da ich denke, dass es bald günstige Kurse geben wird. Ich sehe dies vor allem mit Hinblick auf eine bevorstehende Zinsanhebung seitens der FED und dem Zugzwang der EZB. Letzte Woche wurde bestätigt, dass das Wachstum in Deutschland derzeit bei 2,2 % ist und auch Spanien und Italien näher an die 2 % herantritt. Mit Ausnahme von Frankreich befinden sich die meisten der EU-Staaten auf dem Weg der Besserung. Das Problem Frankreichs wird aber erschwert durch einen Braindrain und MoneyDrain. Immer mehr Millionäre und gut verdienende verabschieden sich aus Frankreich und flüchten in die Welt. Zum einen liegt das am Steuersystem, aber auch daran, dass es in den Städten immer mehr Auseinandersetzungen mit der Bevölkerung gibt.

Es ist also am Markt Vorsicht geboten. Die alten und neuen Faktoren sind am Markt präsent. Das sind Trump, BrExit, ein möglicher FrExit, die Bundestagswahl, Russland und die Ukraine. Neu dazugekommen ist Diktator Erdogan, welcher in Deutschland Wahlkampf betreiben will. In seinen Aussagen nimmt der scharfe Ton zu, was zu einem wiedererwachen der Flüchtlingskrise führen kann. Aus diesem Grund kann nur gesagt werden, bleiben Sie wachsam.

Flatex

Flatex traut sich was, gegen Ende der letzten Woche vermeldete die ARD, dass Flatex negative Zinsen einführen will. Das ist gewagt. Vor allem dahingehend, dass Flatex ein reiner Broker ist. Andere Banken wie Consorsbank, Comdirect und onVista lachen sich schlapp. Die Marketingabteilungen witzeln schon, dass Sie kostenlos bleiben und nehmen diese Vorlage dankend an. Ich selbst stelle mir die Frage, ob Flatex dann noch Sinn ergibt. Ich bunkere kleinere Beträge gern für einen Einstieg. Das liegt daran, dass die Überweisung von anderen Banken oft einen Tag benötigt und mir der Überziehungskredit zu teuer erscheint. Daher bleibt die Überlegung stehen, aber erst mal abwarten. Vielleicht wird sich die EZB bald anders entscheiden.

Hinweis:

Bei den angesprochenen Unternehmen oder Tipps handelt es sich nicht um eine Handlungsempfehlung. Es können im Laufe der Zeit Ereignisse stattfinden, welche ein Investment unattraktiv machen. Daher sollte eine Prüfung jeder Investition mit den eigenen Verhältnissen abgeglichen werden. In diesem Zusammenhang wird keine Haftung für etwaige Vermögensschäden übernommen.

Kommentar verfassen