Spartipp 1: Bargeld-Regel!

In Schweden ist es kaum noch möglich mit Bargeld zu bezahlen, als ich in Amerika im Urlaub, war die Kreditkarte das Zahlungsmittel. Der Trend geht in Richtung bargeldlos, aber warum sollten wir uns das Bargeld erhalten? Warum sollten Sie das Bargeld in der Tasche behalten?

Bargeld bedeutet Überblick

„PIN Bitte“ oder „Unterschreiben Sie hier“. Das sind zwei Sätze, die man heutzutage immer öfter hört, wenn man an der Kasse steht. Diese Sätze zeigen, dass Bargeld nicht mehr das Zahlungsmittel Nummer eins ist. Woher kommt dieses Verhalten und warum wollen wir kein Bargeld mehr? Das Leben mit Bargeld wäre um vieles einfacher und entspannter. Das interessantere ist, mit Bargeld spart man Geld!

Hinter der Bargeldabneigung und dem heiß diskutierten Bargeldverbot verbirgt sich ein System. Die Kontokarte oder Kreditkarte ist schnell gezückt und durch das Kästchen gezogen. Am Ende des Monats wird abgebucht. Also hat man ja noch Geld. Es ist einfach bequem. Erst beim Blick auf die Abrechnung, wenn man sie überhaupt anschaut, wird einem klar, dass man doch kein Geld hat. Auf diese Weise werden Schulden aufgebaut. Schlimm wird es vor allem, wenn man drei, vier oder mehr Kreditkarten hat. Wieso nicht einfach bar bezahlen und neben Zinsen auch Kreditkartengebühren sparen.

Mythos Buchgeld

Die Kreditkarte kennt kein Limit, das ist der Mythos, dem viele verfallen sind. Das stimmt so nicht, egal ob Sie eine oder mehrere Kreditkarten haben, das Limit ist begrenzt. Das System Kreditkarte funktioniert nur so lange, so lange Sie Geld erwirtschaften, um die Abrechnung zu bezahlen. Der Grundsatz gilt, Sie können nicht mehr Geld ausgeben als Sie einnehmen. Mit einer anderen Einstellung gefährdet man seinen langfristigen Vermögensaufbau. Ein Bekannter hat immer gesagt „Entweder du musst mehr einnehmen oder weniger ausgeben“. Das sollten Sie sich merken.

Kalter Entzug

Weil man nicht mehr ausgeben kann, als man einnimmt, sollte man sich angewöhnen hauptsächlich bar zu bezahlen. Die einfachste Methode ist, alle Beträge unter 100 € werden bar bezahlt. Beträge die darüber liegen werden mit der Karte gezahlt. Jedoch sollte man dies nicht nutzen, um nur noch über 100 € einzukaufen oder das für eine Shoppingtour verwenden. Diese Einkäufe sollten dann geplant sein!

Wenn Sie die Dinge des täglichen Lebens nur noch Bar zahlen, dann haben Sie einen besseren Überblick über Ihre Finanzen. Man hat das Geld schließlich in der Hand. Das Konto kann man nicht anfassen und die Karte sagt einem nicht, wie viel am Konto ist. Durch die Bargeldmethode lernen Sie auch die Preise bestimmter Produkte kennen. An mancher Stelle überlegt man sich, ob das wirklich der Wert ist, den man bezahlen will.

Durch eine Umstellung auf diese Sparmethode kann man schnell und einfach Geld sparen. Wer will schon jedes Mal zur Bank laufen, um sich ein bisschen Geld zu holen. Große Ausgaben werden immer geprüft und kleine Ausgaben überlegt man sich zweimal.

Finanzielles Armageddon

Es ist schon sehr interessant, ich habe vor kurzem selbst eine neue Kreditkarte bestellt habe. Als ich den Antrag ausgefüllt habe, war ich schon etwas überrascht. Ohne, dass die Bank meine Daten hat, habe ich ein Limit von 1.800 € bekommen und eine ratierliche Abzahlung. In der ersten Prüfung wurde lediglich gefragt „wie viel verdienen Sie“, ein Nachweis wurde nicht benötigt. Ein einfacher Ratenkredit also ohne nachzufragen.

Sie sollten es verhindern, dass Sie bei Kreditkarten auf Raten zahlen. Zum einen sind die Zinsen sehr hoch und zum anderen häufen sich die Schulden an. Irgendwann ist es zu viel. Dann müssen Sie reagieren. Bei allen Finanzierungsmethoden gilt, diese möglichst kurzfristig zu gestalten und Konsumschulden zu vermeiden. Die Kreditkartenrechnung sollte immer sofort gezahlt werden. Den der Zins läuft auch bei Banken weiter. Kreditkarten haben teilweise eine Verzinsung von bis zu 18 %.

Der Einstieg ins Bargeld

Wenn Sie also Vermögen aufbauen oder Schulden abbauen wollen, dann sollten Sie zuerst auf Bargeld umstellen. Diese Methode kann ich jedem an erster Stelle empfehlen, weil Sie effektiv ist. Man erhält den Überblick über seine Finanzen zurück und muss nicht hoffen, dass am Ende des Monats das Konto gedeckt ist. In einem späteren Schritt gilt es die Einnahmen und Ausgaben gegenüber zu stellen und die Sparquote zu ermitteln. Die Bargeld-Methode wird auch bei Privatinsolvenzen und Kaufsüchtigen verwendet, um den Überblick zurückzugewinnen.

Warum Bargeld wichtig ist!

Bargeld hat neben der Geldfunktion für den Nutzer noch andere Funktionen und Vorteile:

  • Bargeld ist Freiheit (Jeder nimmt Bargeld)
  • Sie sind mit Bargeld anonym (Kein Marketing, keine Regierung und keine Bank)
  • Bargeld kennt keinen Stromausfall (Bargeld ist effizient)
  • Jeder nimmt Bargeld an (Nur bares ist wahres)
  • Sicherer, aufgrund digitalen Diebstahls (Geldbeutel und Tresor)
  • Kostengünstiger (Sie zahlen keine Gebühren oder Negativzinsen)
  • Ihre Käufe sind privat
  • weniger Einfluss durch die EZB (Sie werden nicht enteignet)
  • Sie sind Herr Ihrer Finanzen (Sie haben den Überblick)

Ich bin zudem ein Freund von Bargeld, da nicht jeder Marketing-Mensch wissen muss, wann ich was gekauft habe. Auch politisch sollte man das Bargeld nutzen. Es gilt, dass Bargeld Freiheit bedeutet.

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9 Gedanken zu „Spartipp 1: Bargeld-Regel!

  1. Super Seite mit guten Tipps!
    Ich finde auch das man mit Bargeld den viel besseren Überblick behält. Doch letztes Jahr im Dänemark Urlaub wurden wir Deutsche ein wenig belächelt, weil wir so auf unser Bargeld beharren würden. Anscheinend wird in den skandinavischen Ländern kaum Bargeld genutzt und sogar das Bier in der Kneipe per Karte oder App gezahlt… Da verliert man ja dann völlig den Überblick!!

    1. Das stimmt allerdings. Ich habe eine ähnliche Erfahrung in Amerika gemacht. Nachdem Urlaub kam dann die Überraschung, es waren ja immer nur $ 2 oder hier mal $ 5, da kommt etwas zusammen.

  2. Hallo Roland,
    Habe schon öfter gelesen, dass Bargeld diverse Vorteile hat. Insbesondere wird immer wieder der Effekt der besseren Ausgabenkontrolle betont. Gibt es empirische Nachweise dafür, dass mit Bargeld tatsächlich weniger ausgegeben wird, als mit Plastik-Geld? Denn über einfache Auswertungen der Zahlungen gelingt es mE sehr gut Transparenz über Konsumverhalten zu schaffen.
    Insgesamt habe ich eine etwas abweichende Meinung zu diesem Thema – siehe auch folgenden Artikel: https://meinefinanziellefreiheit.com/2016/09/15/bargeld-oder-elektronische-geldboerse/
    Viele Grüße,
    FF

    1. Naja, alleine mit Blick auf die Kreditkartengebühren und Zinsen kontrolliert man. Ich denke, dass es hierfür zahlreiche Statistiken gibt. Benennen kann ich diese aber nicht.
      Diese Auswertungen haben schon Vorteile, ich sehe das jedoch kritisch. Zum einen ist es zusätzlicher Aufwand. Es geht bei den Spartipps darum, dass für „Einsteiger“ der Aufwand und Nutzen im Verhältnis steht. Das heißt, Keep it simple. Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass die Kreditkarte kein guter Begleiter für eine sparsames Leben ist. Die Giro-Karte hingegen schon.

  3. Hallo,

    wir sehen das genauso. Einen weiteren psychologischen Trick um guten Gewissens viel konsumieren zu können (ohne den direkten Überblick zu behalten) nutzen mittlerweile viele Einkaufszentren, Tankstellen etc.: Ich bezahle mit Karte und die freundliche Kassiererin (oder der freundliche Kassierer) fragt mich, ob ich nicht direkt und kostenlos Bargeld abheben möchte. Übrig bleibt ein klasse Gefühl: Ich habe nicht nur eine volle Einkaufstüte oder einen vollen Tank, sondern auch ein volles Portemonnaie.

    Wir selbst zahlen fast immer mit Bargeld, da man das „Verschwinden der Scheinchen“ viel viel besser (auch haptisch) nachvollziehen kann. 🙂

    LIebe Grüße von Ted & Toro

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