Spartipp 9: Die Rücklage (Emergency Fund)

Rücklage – Ein weiterer Spartipp ist die Rücklage. Die Rücklage ist entscheidend, denn es gilt „Kapital spart Geld“. An dieser Stelle werden sie sich fragen, warum soll ich mit einer Rücklage Geld sparen können? Die Antwort auf diese Frage ist vielschichtig. Sie lässt sich aber in grobe Punkte zusammenfassen.

Die Rücklage!

Rücklagen für Krisen sind die beste Vorsorgen, warum sich das lohnt, das erfährst du in diesem Artikel.

Der Aufbau!

Während man damit beschäftigt ist die Rücklage aufzubauen verändert sich das Verhalten. Während man früher das Geld mit beiden Händen herausgeworfen hat, kauft man jetzt überlegter. Man fängt an den Cent zweimal um zudrehen. Durch den Aufbau einer Rücklage lernt man das sparen. Sie werden von Etappe zu Etappe merken, wie Ihnen das Sparen immer leichter fällt. Aber ab einem gewissen Punkt erreicht es einen Automatismus der den Aufbau der Rücklage beschleunigt. Man kann es sich wie einen Vermögensschneeball vorstellen.

Verhandlungsbasis!

In meinem täglichen Beruf kommt es häufiger vor, dass man an Verhandlungen zwischen Unternehmern teilnimmt. Dabei wird eine Position klar. Geld bildet Rückhalt und Sicherheit. Es hat sich herausgestellt, dass meistens der gewinnt, der mehr Kapital in der Hinterhand hat. Das liegt daran, dass er ruhigen Gewissens den Preis diktieren kann oder eine höhere Summe bieten kann. Dadurch hat er in Verkaufs- oder Kaufverhandlungen einen Vorteil gegenüber seinen Wettbewerbern, sofern er mehr Kapital hat.

Wie lässt sich das also übertragen?

Wenn man nicht auf den Preis schauen muss, dann ist man frei in der Auswahl. Es gibt ein altes Sprichwort „wer billig kauft, kauft zweimal“. Diese Erfahrung habe ich auch schon öfter gemacht. Man greift aufgrund des Sparens zum günstigsten Produkt. Die Lehre daraus war, man spart zwar im Moment aber nicht langfristig. Langfristig spart man mehr an dem Produkt, das länger hält. Ein Beispiel liefert das Leben. Ich habe lange immer nur billige MP3-Player gekauft. Irgendwann habe ich mir aber damals ein teures Produkt, und zwar den iPod Classic gekauft.

Bei den günstigen MP3-Playern war die Lebensdauer ca. 1 – 1,5 Jahre. Hingegen mein iPod Classic hält jetzt seit fast 10 Jahren. Hätte ich wieder ein günstiges Produkt gekauft, dann hätte ich vermutlich jährlich zwischen 20 und 50 € für ein neues Gerät ausgegeben. Das wären in Summe ca. 200 – 500 €. Aber ich habe gleich ein bisschen tiefer in die Tasche gegriffen und mir für 200 € den iPod gekauft. Man kann also sagen, dass es nicht im jetzigen Zeitpunkt das günstigste sein muss, sondern langfristig das günstigste.

Kaufzeitpunkt!

Wie es meistens so ist, gilt:

  1. Dinge gehen immer dann kaputt wenn man es nicht brauchen kann und
  2. genau in diesem Moment hat man nicht genug Geld.

Im Grunde greift dieser Punkt in die Verhandlungsbasis mit ein, schließlich braucht man in dem Zeitpunkt das Geld in dem das Produkt ersetzt oder erworben werden soll. Andererseits muss man finanzieren und das kann teuer werden. Oftmals kann es aber auch sein, dass man sich einfach denkt „jetzt habe ich das Produkt 10 Jahre und es wird bald kaputtgehen“. Man kann es nie genau sagen, wann ein Produkt kaputtgeht, aber man sollte sich darauf vorbereiten.

Bei den meisten Produkten gibt es auch die Möglichkeit diese zu veräußern. Dann kann man zum Beispiel, das alte noch funktionsfähige verkaufen und ein neues Produkt kaufen. Als Beispiel kann man hier den Automarkt nennen. Es gibt im Internet einige Börsen welche beim Kauf oder der Veräußerung helfen. Die beste Lösung wäre es dann, den Markt zu beobachten und schon mal zu prüfen, was bekomme ich noch für mein altes Auto. Im zweiten Schritt kann man, dann auch schauen was ein neues kostet. Wenn man Glück hat kommt man vielleicht zu Null raus.

Wie das geht?

Es ist doch leicht, es gibt immer Leute, die Geld haben und Leute, die dringend Geld brauchen. Die Leute, die dringend Geld brauchen, werden ein Produkt oder ein Auto nie zu dem Preis verkaufen können, welchen der Markt hergibt. Sie haben einen gewissen Druck, weil sie das Geld vermutlich dringend benötigen. Auf der anderen Seite haben wir die Leute die das Geld haben oder einfach eine gute Rücklage. Diese Leute können immer das kaufen was sie wollen bzw. benötigen. Also haben Sie die Möglichkeit ein Produkt günstig zu erwerben, weil jemand anders das Geld dringend benötigt.

Investieren!

Ein anderer wichtiger Grund für die Rücklage bezieht sich auf die vorgenannten. Ein Nachbar, ein Bekannter oder sogar Sie selbst haben eine Brand heiße Idee. Vielleicht haben Sie auch eine gute Anlagemöglichkeit entdeckt. Doch was Ihnen fehlt ist das Geld. Solche Chancen können Sie mit einer Rücklage nicht verpassen. Es spielt für Sie keine Rolle wann die Chance kommt. Die Frage ist nur, ergreifen Sie diese?

Was spricht dafür?

Weitere Gründe sind die bekannten Versicherungstricks. Eine längere Krankheit oder die Arbeitslosigkeit. Das kann jedem passieren. Es kann also auch passieren, dass Sie länger krank sind. Der tragische Fall ist der Todesfall. Beruflich erlebe ich das oft. Familien erleben einen Todesfall. Häufig fällt der Ernährer weg. Das heißt, derjenige der das Geld nach Hause bringt. Mit einer Rücklage hat die überlebende Familie einen Puffer, wenn keine Rücklage vorhanden ist, dann kann sich das zu einer finanziellen Krise entwickeln.

Vor allem bei Familien sollte eine schon mit der Kinderplanung auch die Finanzierung geklärt werden. Kinder sind nicht billig und man muss sich gegen jeden Fall absichern.

Die Höhe der Rücklage!

Es sollten mindestens zwei Monatsgehälter als Rücklage vorhanden sein. Im besten Falle noch mehr. Wenn Kinder in der Familie sind, dann sollte man womöglich noch höher ansetzen. Über der Rücklage sollte aber auch noch ein Puffer sein. Dieser Puffer sollte die Chancen-Rücklage sein. Damit nutzen Sie Chancen!

Starten Sie jetzt!

Dies sind nur einige Gründe, warum Sie immer eine Rücklage aufbauen sollten. Diese Liste könnte man wahrscheinlich noch erweitern. Aber wichtig ist, dass Ihnen die Relevanz bewusst wird. Wie Sie eine Rücklage aufbauen, lernen Sie auf diesem Blog. Für eine Rücklage eignet sich ein Tagesgeldanbieter. Fangen Sie doch mit Regel 1 an.

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