Jetzt einen Bausparer abschließen?! Ich hab es getan!

Der Bausparer ist tot, das schallt von den Dächern. Die Nullzinspolitik macht das Sparen überflüssig, oder? Gibt es Gründe warum der Bausparer wieder Sinn mach? In diesem Artikel werde ich auf einige Vorteile eingehen, welche genau jetzt mehr Chancen bringen!

Bausparer abschließen?!

In den letzten Jahren haben viele immer darüber diskutiert, ob es sich lohnt einen Bausparer abzuschließen. Ich habe jetzt einen abgeschlossen. Warum ich das getan habe und was ich mir dabei gedacht habe, das erfährst du in diesem Artikel.

Ich habe ja schon vor einem Jahr mit einem Blogger zusammen eine Diskussion über dieses Projekt veröffentlicht. Die Artikel wurden dann auf seinem und meinem Blog veröffentlicht. Die Artikel findest du hier und hier.

Bausparen zur Absicherung!

Damals habe ich die positive Position eingenommen und das, obwohl ich damals ein Gegner des Bausparers war. Das hat sich natürlich geändert, denn jetzt sehe ich das Ganze positiv. Das liegt daran, dass ich meine langfristige Strategie anpassen musste und wollte. Damals habe ich schon angesprochen, dass man sich die Zinsen sichern kann. Das habe ich im März dann auch getan.

Ich habe mehrere Immobilien, die ich finanziert habe und welche ich auch vermiete. Ich selbst wohne ja zur Miete. Jetzt ist es so, dass diese Immobilien sehr günstig finanziert sind und teilweise auch einen positiven Cashflow liefern. Aus diesem Grund kommt irgendwann das Ende der Zinsbindung, da möchte ich natürlich nicht riskieren, dass mich das kalt erwischt.

Die Sicherung ist somit eigentlich pro forma. Sollte ich den Kredit später brauchen, weil ich eine Anschlussfinanzierung brauche, dann habe ich sichere 1,25 % als Darlehenszins. Sollte sich die Zinslage nicht oder nur minimal geändert haben, dann habe ich das Guthaben und kann es vielleicht in eine Renovierung verwenden, ein anderes Projekt verwenden oder einfach nur laufen lassen.

Wenn es kracht?!

Ich habe schon immer gesagt, dass ich vermute, dass im Jahr 2023 bis 2025 eine Crash-Welle kommt. Das liegt daran, dass in diesem Zeitraum die ersten Finanzierungen auslaufen, welche teilweise noch nach der alten Regelung (ohne Netz und doppelten Boden) durchgeführt wurden. Die Folge wäre ein sinken bei den Preisen für Immobilien. Aus diesem Grund möchte ich auch vorbereitet sein.

Der Grund ist, dass die Zinsen steigen werden. Die Bausparkassen erwarten noch bis zu zwei Zinsanhebungen in diesem Jahr. Das heißt, hier könnte etwas kommen. Das vor allem auch unter vielen Aspekten, wie dem Steuer-, Handels- und Wirtschaftskrieg, der entstehen könnte. Dann fließt das Kapital schnell dorthin, wo der beste Zins ist.

Auf jeden Fall möchte ich mir die Zinsen sichern, dass ich eventuell auch weitere Immobilien kaufen kann. Damit habe ich einen günstigen Zins und kann es nutzen, wenn die Zeit reif ist. Vielleicht nutze ich es auch für den Erwerb eines Eigenheims. Aber eines ist sicher, der Zins bleibt stehen.

Vielleicht doch mal bauen?

Auch überlege ich derzeit, ob ich nicht doch einmal selbst ein Haus bauen will. In den nächsten fünf bis zehn Jahren wäre das ja dann so langsam angebracht. Mit dem Bausparer im Rücken kann man doch etwas freier agieren. Das liegt vor allem daran, weil man immer einen Puffer hat.

Ich habe mich darüber auch mal mit meiner Mutter unterhalten. Es ging dabei, um das Thema Aktien. Es ist doch etwas anderes seine Immobilien zu finanzieren und das Depot nicht auflösen zu müssen, als anders herum. Ich würde vermutlich nur unter dem äußersten Stress und bei einer derartigen Schieflage meine Aktien und ETF veräußern. Aus diesem Grund wüsste ich auch, dass mein Eigenheim lieber finanzieren würde, als meine Aktien und ETF zu verkaufen. Davor verkaufe ich lieber meine elektronischen Geräte und würde diesen Blog auf meinem Smartphone weiterschreiben.

Was hab ich getan?

Ich habe einen Bausparer über die Sparkasse bei der LBS abgeschlossen. Der Zins beträgt bei Darlehensaufnahme 1,25 % und in der Guthaben-Phase 0,1 %. Als Anlage im Grunde unbrauchbar, aber wie gesagt, als Absicherung eine gute Option. Vor allem auch aus dem Blickwinkel, da ich meine Immobilien damals mit 2,20 % und 1,70 % finanziert habe.

Das heißt, so oder so der Anschluss wird günstiger, als die derzeitige Lage und bei einer derart langen Laufzeit mit einem positiven Cashflow, warum nicht? Der Deal ist für beide Parteien geschlossen.

Die sonstigen Konditionen belaufen sich auf maximal 30 € Gebühren pro Jahr und einer angenehmen Tilgungsrate, die zudem auch unter meiner jetzigen Belastung liegt. Das heißt, auch wenn der Bausparer unter diesen Bedingungen keine Anlage darstellt, kann man damit gute Geschäfte erwirtschaften. Die Punkte die mich also überzeugt haben, war der niedrigere Zins und die sehr niedrige Tilgungsleistung, welche in beiden Fällen unter meiner jetzigen Pflicht steht. Das ganze dann in der Zukunft abgesichert. Aus diesem Grund solltest du dir auch überlegen, ob es nicht für dich vielleicht doch sinnvoll ist einen Bausparer abzuschließen.

Tipp von Finanzgeflüster

Als kleiner Tipp, man muss innerhalb eines Jahres die Provision (1 % der Bausparsumme) begleichen, ansonsten kann der Vertrag aufgrund „fehlender Ernsthaftigkeit“ gekündigt werden. Wenn du die Provision bezahlt hast, dann ist der Deal gesichert.

Meine Buchempfehlung für diesen Artikel. Wichtig ist natürlich neben dem Bausparen auch das Sparen. Ein paar Tipps findest du hier. Produktempfehlungen, die ich selbst regelmäßig nutze. Mein privates Konto, meine P2P-Empfehlung, mein Tagesgeld und meine Kreditkarte.

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