Auxmoney Erfahrungen und warum ich mich verabschiede!

Ich habe mittlerweile etwas mehr als fünf Jahre bei Auxmoney auf dem Buckel. In den Jahren habe ich jedoch eines festgestellt. Deutsche P2P-Anbieter sind nicht „mehr“ innovativ. Aus diesem Grund ziehe ich meine Auxmoney Erfahrungen als Fazit und Schlussstrich.

Auxmoney Erfahrungen!

Auxmoney hat in Deutschland einige Probleme, diese sind für mich der Grund, warum ich nicht mehr dort investiert habe und jetzt auch mein Geld abziehe. Es waren aber auch Wünsche und Hoffnungen, dass es eben doch noch wird. Aber daraus wurde nichts.

Nichts geändert!

Ich habe mich in sehr viel Communities mit den Investoren unterhalten. Die meisten hatten dieselbe Hoffnung wie ich, vielleicht ändert sich noch etwas. Aber das war leider nicht der Fall. Ich bin seit 2013 bei Auxmoney dabei und habe schon einen Erfahrungsbericht über diesen Anbieter geschrieben. In meinem damaligen Artikel habe ich es schon erwähnt, dass ich einige Kritikpunkte habe. Diese bestanden aber schon seit meinem ersten Investment in 2013. Auxmoney war damals mein erster Einstieg in die Welt der P2P-Kredite.

Betrüger!

Ich habe immer mehr den Eindruck gewonnen, dass sich auf Auxmoney immer mehr Betrüger oder Hochrisiko Patienten herumtreiben. Seit einem Jahr werden die Kritiken und die Ausfallraten höher, zumindest wenn man den Beiträgen glauben schenkt. Jedoch hatte ich schon auch länger den Verdacht, dass das Qualitätsmanagement bei Auxmoney immer mehr nachlässt. Es scheint so, als würde die Masse jetzt vor der Qualität stehen.

Rendite!

Selbst bei mir sind diese Renditen jetzt negativ. Dieser Umstand ist aber damit verbunden, dass die Verluste bisher nicht abgezogen werden können, da diese unter den Sparerpauschbetrag fallen. Das heißt, ich versteuere Einnahmen, die ich betriebswirtschaftlich nicht habe, da ich mit gewissen Projekten einen Verlust erlitten habe. Das ist zwar ein steuerliches Problem, aber doch auch die Schuld von Auxmoney.

Der Umstand kommt dadurch zustande, dass man bei Auxmoney unter anderem einen BuyIn von 25 € hat. Dieser führt bei kleinen Portfolios schon zu einem Risiko. Auch das hat sich seit 2013 nicht geändert. Anbieter im Ausland wie Bondora, TWINO oder Mintos waren immer schon besser oder haben nachgebessert. Diese Erkenntnis ist mehr als positiv.

Das spiegelt sich auch in der Rendite wieder. Unabhängig davon, dass ich zwar auf Auxmoney nie mehr als 1.000 € hatte, ist das repräsentativ für den Kleinanleger. Die wenigsten Anleger werden mehr als 1.000 € investieren, daher erreicht man hierbei nur eine Streuung über 40 Kreditnehmer. Hingegen bei TWINO oder Mintos schon eine Streuung über 100 Kreditnehmer. Die Spitze erreicht Bondora, hierbei hat man eine Streuung über 1.000 Kreditnehmer und in der Folge ein geringeres Risiko.

Es ist vor allem auch hier anzumerken, dass Auxmoney speziell um Kleinanleger wirbt.

Niedrige Zinsen!

Meine Rendite lag zum Schluss bei ca. 8,03 % laut Auxmoney. Gegengerechnet mit den Ausfällen und der steuerlichen Belastung ergibt sich eine negative Rendite. Hinzukommt, dass die Zinsen verhältnismäßig niedrig sind. Auxmoney müsste hier einen Aufschlag verlangen, der sich auch rechnet, jedoch wäre das in Deutschland dann Wucher. Durch die Ausfälle und die niedrigen Zinsen werden die wenigsten auf eine positive Rendite kommen.

Im Grunde sind meine Anlagen im Ausland mit 10 % besser verzinst und mit einem niedrigeren Risiko, als bei Auxmoney. Hier natürlich auch der Blick auf das Buy-Back von TWINO und Mintos.

Made in Germany!

Der große Nachteil für Auxmoney bleibt, sie sind in Deutschland. Die Konkurrenz im Ausland hat mehr Spielraum und kann dadurch freier agieren. An dem damaligen Gedanken Made in Germany ist heute nach mehr als fünf Jahren nichts hängen geblieben. Die Estländischen Plattformen haben Auxmoney weit hinter sich gelassen und ein Made in Estonia als Qualitätssiegel etabliert. Das Problem mit der BIW-Bank besteht immer noch, die Barrieren für Kleinanleger sind hoch und es ist keine Besserung in Sicht.

Goodbye Auxmoney!

Die oben genannten Gründe werden vermutlich wieder für Kritik sorgen. Vor allem hinsichtlich der „repräsentativen Menge“. Jedoch ist das Problem der BuyIn und die schlichte Frage, wieso schaffen es die baltischen Staaten und Deutschland nicht?

Ich werde Auxmoney noch etwas beobachten und warten bis mein Geld ausgezahlt ist, dann werde ich aber nur noch ins Ausland überweisen. Vor allem das stetige Wachstum ist für mich interessant, da ausländische Plattformen fast monatlich neue Länder erschließen und somit weltweit eine Diversifizierung ermöglichen. Ein weiterer Punkt ist, wenn ich endlich das unnötige Konto bei der BIW-Bank loswerde.

Mein Fazit zu Auxmoney ist daher, dass man als Kleinanleger dort nicht investieren sollte. Für Kleinanleger rechnen sich die Anbieter im Baltikum, da man eine bessere Streuung erreicht, bei geringerem Risiko und einer höheren Rendite hat.

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