Bitcoin Gefahren – Risiken für die Zukunft!

Wer sich mit Investitionen befasst, der sollte auch immer die Risiken im Auge behalten. Es scheint derzeit so, als hätte sich die Kryptowelt von der Realität abgespalten, so wie man es immer den Börsen immer gerne unterstellt. Diese Bitcoin Gefahren sind allgegenwärtig und in diesem Artikel werde ich sie Dir aufzeigen.

Bitcoin Risiken, welche gibt es?

Der Begriff Risiko umfasst eine Reihe von unkalkulierbare und nicht vorhersehbaren Ereignissen, welche eintreten können. Das Risiko kann sowohl Ereignisse einbeziehen, die man kennt und es nur um deren Eintrittswahrscheinlichkeit geht. Es gibt, aber auch Risiken, die man so nicht vorhersehen kann, eines davon ist der Schwarze Schwan. Nassim Taleb hat hierüber ein Buch geschrieben, welches für jeden Investor eine Empfehlung ist. In „Crash, die Welt geht unter“ bin ich schon etwas auf dieses Thema eingegangen. Dieser Artikel befasst sich ausschließlich mit den Risiken und Gefahren für Bitcoin und andere Kryptowährungen.

Kryptowährungen verbieten?

Kryptojünger behaupten immer, dass durch ein Verbot etwas noch mehr an Interesse weckt. Psychologisch ist das richtig. Bei Drogen und Alkohol ist das seit Jahren so erkennbar und treibt zum Beispiel bei Drogen auch die Preise. Jedoch stellen Kryptowährungen in erster Linie Zahlungsmittel dar bzw. Anteile an einem Smart Contract. Daher sollte man die Risiken eines Verbots nicht unterscheiden.

Als Zahlungsmittel

Im Falle des Zahlungsmittels gehen immer alle von sich selbst aus. Doch überlege Dir mal, die Kassieren bei Aldi, der Lehrer am Gymnasium oder jeder andere „normale Bürger“ wird keine bis wenige Risiken eingehen. Denkst Du, dass diese ohne gesetzlichen Zwang auf eine Währung wechseln, welche Verboten ist? Sofern nicht andere Umstände, wie zum Beispiel Krisen eintreten?

Ich möchte hier Venezuela ausklammern, da sich dieses Land in einer Krise der Hyperinflation befindet. Diese Menschen sind darauf angewiesen, dass sie alternativen Nutzen, ansonsten verhungern sie. Sollte aber ein Verbot in einem stabilen Land erfolgen, dann wäre das kein Anreiz, sondern ein direktes Hemmnis. Man sollte sich auch überlegen, auch der Goldbesitz wurde schon einmal verboten. Überlege Dir nur mal, was passieren würde, wenn Du keinen Zugriff mehr auf eine Exchange oder einen Wallet-Anbieter hast, was wäre dann?

Es spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle, wie viele Menschen „kapieren wie das System funktioniert“. Das ist zwar ein sinnvoller Grund für den Wechsel, aber keine Motivation.

Mir ist an dieser Stelle auch bewusst, dass es „Möglichkeiten“ gibt, Verbote zu umgehen, aber man muss dabei immer von der breiten Masse ausgehen. Die breite Masse ist glücklich, wenn sie eine WhatsApp schreiben, eine neue APP installieren kann oder man den Drucker richtig anschließt. Das Umgehen von Sperren gehört nicht zu den Stärken der Masse. Daher bleibt der breiten Masse nichts übrig, als das gesetzliche Zahlungsmittel anzuwenden und das sind eben nun mal Euro, Dollar, YEN, Rubel usw.

ICO – Initial Coin Offerings

China hat im September die Bombe platzen lassen. Im Anschluss ging es um etwa 30 % nach unten, als China ankündigte „Kryptowährungen zu verbieten“. Am Ende waren zwar nur die ICO gemeint, aber selbst diese Bewegungen können für Panik sorgen.

Sollte es also nicht mehr möglich sein, dass man schnell und einfach eine ICO startet, dann wird auch dieser Markt ausgedünnt. Zudem werden in diesem Bereich auch weniger Betrüger ihr Geld verdienen. Die Reglementierung der ICO ist zwar zum einen ein riesen Fortschritt, aber auch ein Risiko für den Markt. Schließlich kann heute jeder mit ein paar Zeilen Code eine ICO starten. Ein Verbot könnte sich aber nachhaltig auf den Markt auswirken. Auf diese Weise würde dieser Markt austrocknen und für Investoren unter Umständen uninteressant werden.

Als ich Anfang des Jahres aktiv in die Kryptowährungen eingestiegen bin, gab es ungefähr 600 Coins aus Coinmarketcap und heute im Dezember weit über 1.100.

Anwendungs-Verbot

Ein weiteres Verbot könnte sein, dass zum Beispiel Miner in Deutschland nicht mehr erworben werden können. Andernfalls könnten auch Kartengeräteanbieter die Annahme von Krypto-Debitkarten verbieten oder durch Software-Updates eine Sperre einführen. Als Beispiel, was wäre, wenn Du Deine TenX, Monaco oder XAPO nicht mehr zum zahlen hernehmen kannst, damit wären diese Karten wertlos.

Alternativ wäre auch die Annahme von Kryptowährungen grundsätzlich zu verbieten. Derzeit kann man in einigen Läden schon mit Kryptowährungen bezahlen, aber auch hier wäre ein Verbot denkbar. Damit macht man Kryptowährungen zumindest auf sein Land bezogen unbrauchbar.

Ein Szenario wäre auch, wenn Windows, OSX, Linux, Android oder iOS nicht mehr in der Lage wären, dass eine Software im Bereich Blockchain installiert werden kann. Auch hier ist klar, dass diese Sperren umgangen werden können, aber der normale Bürger kann das nicht. Damit wäre eine Menge Wert verloren.

Zinswende – Liquiditätsabfluss

Viele unterschätzen immer doch die Dynamik des Marktes. Diese Naivität wird einige eine Menge Geld kosten. Der Markt ist unberechenbar. Sollte die Zinswende kommen und das muss sie langfristig, dann wird sich das auf alle Asset-Klassen auswirken. Kryptowährungen werden da keine Ausnahme sein, auch wenn das viele hoffen.

Wenn man sich die Entwicklung anschaut, dann wird es sich das wahrscheinlich bei der Zinserhöhung umdrehen. Kryptowährungen sind bisher die erkennbare letzte Asset-Klasse, die gestiegen ist.  Es kann hier zwar noch etwas danach kommen, aber aus meinem derzeitigen Kenntnisstand ist das derzeit so. Davor waren es Whiskys, Gemälde, Oldtimer als alternative Investments. Davor waren es schon P2P-Kredite, Aktien und Immobilien. Das sollte man nicht vergessen, Kryptowährungen sind „nichts besonderes“ für einen Investor.

Das Tempo und die Reihenfolge kann nicht vorhergesehen wird. Jedoch wird es eine Auswirkung haben und vor allem auch eintreten. Die Amerikaner haben bereits ihre Zinswende eingeleitet, daher muss die Eurozone nachziehen (Verzug im Durchschnitt 18 Monate) ansonsten droht eine Verschiebung von Kapital, welches der Eurozone wiederum schadet (Liquiditätsabfluss). Auch eine Rücksicht auf die überschuldeten Staaten wäre ein fataler Fehler, da vor allem dann die Eurozone auseinander brechen würde. Eine Währungsreform wäre damit also das denkbare Szenario oder ein Schuldenschnitt, aber eine „Aufgabe“ wie viele Kryptonauten es sich erhoffen, wird es nicht geben.

Bessere Alternative – Bitcoin 2.0

Wir befinden uns in der Zeit des Umbruchs das Stichwort lautet „Digitalisierung 4.0“. Die Blockchain-Technologie hat und wird hierbei einen großen Einfluss nehmen. Ich bin selbst kein Spezialist im technischen Bereich, aber unter diesen Umständen sollten man immer daran denken, dass sich die Technologie immer schneller weiter entwickelt.

Das betrifft nicht nur die Technologie, sondern auch die Software, welche im Hintergrund arbeitet. Es könnte also sein, dass der Coin der den Markt revolutioniert noch nicht existiert. Diese Alternative würde es dann zur Folge haben, dass der Markt in seiner bisherigen Form an Wert verliert und in der Folge wertlos ist.

Überlege dir nur einmal. Es gab Windows 95, 2000 und heute Windows 10. Die Entwicklung in Geschwindigkeit und Anwendung ist ein Quantensprung und dieser wird sich mit zunehmender Digitalisierung beschleunigen.

Technologie – Quantencomputer

Immer wieder geistert der Mythos von Quantencomputern durch das Internet. Es gibt derzeit auch schon mindestens ein laufendes Exemplar. Ebenfalls werden diese Computer schon verkauft, der Preis ist zwar noch enorm, jedoch sind 15 Millionen Euro für einige doch nur ein kleiner Betrag.

Kennst Du das Zitat von IBM Gründer Thomas J. Watson „Ich denke, dass es weltweit einen Markt für vielleicht fünf Computer gibt“. Heute gibt es einige die behaupten, dass es genauso sein wird, mit dem Quantencomputer. Auch, wenn diese Computer noch ganze Räume füllen, denk aber auch daran, dass das vor 30 Jahren noch mit einem normalen Computer der Fall war.

Diese Computer werden es ermöglichen, dass auch Privatekeys zurückgerechnet werden können. Dagegen spricht aber, dass dann auch Quantencomputer für das Mining verwendet werden. Jedoch sollte man den Zeitvorsprung einiger dann nicht unterschätzen. Am Anfang werden nur wohlhabende davon profitieren. Das heißt, es wird für bestimmte Personen möglich sein, dass sie Privatekeys errechnen, während die breite Masse noch mit Grafikkarten oder ASIC-Miner arbeitet.

Zentralisierung

Im Bereich Kryptowährungen besteht dieselbe Problematik wie auch in der FIAT-Welt. Die Konzentration von vielen Coins bzw. Vermögen in den Wallets einiger weniger. Dadurch hat man auch im Bereich Kryptowährungen ein Machtverhältnis, welches keine Vorteile zum bisherigen bringt.

Im Bereich Kryptowährungen wird diese Dominanz immer mit einem lächeln abgetan. Schließlich sind das ja nur wenige Menschen und keine Institution. Das ist jedoch ein Thema, welches langfristig zu großen Verwerfungen führen kann. Man muss sich vorstellen können, dass eine Veräußerung von großen Mengen Bitcoin den Preis erheblich senken kann. Das ist für die Werthaltigkeit eine Gefahr. Auch für Kryptowährungen gilt das uralte Prinzip von Angebot und Nachfrage.

Verfehlen des Massenmarkts

Kryptowährungen können sich nachhaltig nur dann durchsetzen, wenn sie es schaffen, dass eine Adaption am Massenmarkt erfolgt. Dieser Massenmarkt ist die Voraussetzungen für den langfristigen Erfolg. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen aber auch Regulationen eingeführt werden.

Die optimale Situation wäre es, wenn es schnell und einfach einen Wechsel von FIAT in Kryptowährung gibt. Dieser könnte natürlich auch gestützt durch eine Notenbank erfolgen. Jedoch kann davon ausgegangen werden, dass die Notenbanken hier eine langfristige Strategie verfolgen. Es gibt zwar schon Ripple, jedoch denke ich, dass hier eine nationale Institution den ersten Schritt wagen muss.

Es kann aber auch komplett schief gehen. Schließlich muss die Kryptowährung der Zukunft auch bestimmte Anforderungen erfüllen. Jedoch sehe ich diese bisher noch nicht im aktuellen Marktumfeld. Es wird zwar an den ein oder anderen Ecken im Internet immer auf einige Whitepaper verwiesen. Welches Projekt und welcher Coin am Ende das Rennen macht, ist noch nicht ganz klar.

Marktversagen

Eingangs habe ich schon über das Thema Crash geschrieben. Im Bereich Kryptowährungen sind die hellsten Programmierer der Welt unterwegs, jedoch ist genau das auch ein Problem. Diese Programmierer haben alle eine Vision oder ein Ziel, aber sie arbeiten nicht zusammen.

Laut Coinmarketcap gibt es mehr als 1.100 Coins. Das ist für eine einfache Zahlmethode zu viel. Ich werde daher langfristig den Altcoin-Markt bis auf wenige Ausnahmen verlassen und den Großteil in BTC umschichten. Es hat sich herausgestellt, dass der Bitcoin unabhängig von Altcoins stärker wächst.

Alle Altcoins haben das Problem, dass sie nur bedingt bis keinen Mehrwert bieten. Daher werden diese über kurz oder lang verschwinden. Ob natürlich dann am Ende Litecoin, DASH, NEO, Ethereum oder etwas anderes das Rennen macht, das kann Ihnen keiner sagen.

Blockadehaltung

Ein weiteres Problem ist, dass eine Menge von Menschen einen Einfluss nehmen können. Das fängt damit an, dass das System durch Spam-Attacken, einem Streit zwischen den Minern, Full-Nodes oder anderen Beteiligten.

Ich selbst verfolge jeden Fork als eine kritische Notwendigkeit, vor allem beim Bitcoin Gold hat man gesehen wie schnell das System Blockchain und Kryptowährungen versagt. In manchen Situationen wäre dann eine zentrale Stelle doch etwas besser. Aber hier müsste man dann eher Basisdemokratisch an die Sache herangehen. Es gibt immer Vorteile für unterschiedliche Parteien und diese werden ihre Macht nutzen.

Kryptowährungen for Dummies

Überlege einmal, welche Probleme die Welt der Kryptowährungen mit sich bringt. Zum einen geht es schon einmal mit den Privatekeys und Publickeys los. Klar ist das ein Zeichen von „Anonymität“, jedoch muss man natürlich auch sagen, dass diese Zahlenkombinationen schwer zu merken sind. Meine Bankleitzahl, Kontonummer oder IBAN und BIC kann ich mir leicht merken.

Das nächste Problem sind fehlerhafte Überweisungen. Vor allem bei großen Beträgen hat man schon ein bisschen Bauchschmerzen, wenn man sich vertippen sollte. Schlimm wird es dann, wenn es keine Möglichkeit gibt, dass man das Geld zurückholen kann. Bei der Bank ist das heute ganz einfach möglich.

Blasenbildung und Crash

Es kommt alles zurück. Das solltest Du Dir merken. Auch, wenn der Markt jetzt noch ein klares Buy signalisiert. Ich bin lange genug in Aktien und anderen Investments unterwegs, um zu wissen, dass der Markt immer wieder in einen normalen Zustand zurückkehrt.

Eine Aktie die über Jahre hinweg mit 100 % und mehr steigt, wird irgendwann auch auf ein normales Niveau sinken. Das ist ganz einfache Marktdynamik. Während jetzt der Bitcoin in 5 Jahren um 55.000 % gestiegen ist, wird auch der Bitcoin langsam immer mehr an Wachstum verlieren. Das wird am Ende einige enttäuschte Menschen zurücklassen.

Was also tun?

Ich persönlich kann nur meine Sicht der Dinge schildern. Aus diesem Grund werde ich nicht mehr weiter in Kryptowährungen investieren. Ich baue meine Aktien, ETF und Immobilien aus. Kryptowährungen und der Bitcoin bleiben für mich weiterhin nur Teil der Diversifikation.

Das Risiko ist stark vorhanden und kann sich bei jedem binnen Sekunden auswirken. Durch die globale Vernetzung ist der Bitcoin nicht an Handelszeiten oder ähnliches gebunden. Von daher nicht gierig werden.

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