Darum scheiterst du beim Vermögensaufbau!

Dank Friedrich Merz hat in Deutschland wieder eine Debatte zum Vermögensaufbau begonnen. Die Kritiker waren laut und teilweise lauter. Warum aber deren Verhalten mehr als entlarvend ist, das hat einen einfachen Grund!

Darum scheiterst du beim Vermögensaufbau!

Der Vermögensaufbau ist in der Theorie und untypischer Weise auch in der Praxis eine einfache Sache. Wer die Kraft des Zinseszinses versteht, der wird das auch nicht anders sehen können. Viele behaupten aber das ständige Gegenteil, weil diese Personen dabei ein Ziel verfolgen. Diese Ziele müssen nicht einmal monetärer Natur sein.

Selbst schuld!

Wer kennt sie nicht die Geschichten von „Bekannten“ die ihr Geld bei Lehman Brothers, der Deutschen Telekom oder Yahoo verloren haben. In den letzten Tagen wurde diese Geschichte wieder aufgewärmt und plötzlich hatte jeder einen Onkel, einen Cousin oder Arbeitskollegen der damit Geld verloren hat. Wenn es das nicht war, dann irgendwann in der DotCom-Blase oder wann anders, auf jeden Fall ist der Aktienmarkt nur was für Profis.

Dabei verkennt selbst der betroffene eine Sache und zwar die eigene „Schuld“. Das ist eine harte Erkenntnis, aber noch wichtiger, es ist die Wahrheit. Jeder der sich dagegen stellt, der sollte sich selbst mal unter die Lupe nehmen, er könnte ein falsches Bild seiner selbst haben.

Scheitern ist nicht schlimm, jedem kann mal etwas passieren und man kann auch Geld verlieren. Schlimm hingegen ist das vorsätzliche oder wirklich fahrlässige scheitern. Vor kurzem hat Kolja Barghoorn von Aktien mit Kopf in einem Video erklärt, dass jeder Mensch mindestens 7 Börsencrashs erlebt.

Selbst schuld ist man aber dann, wenn man liest oder hört, dass diese Personen alles Geld auf eine Aktie gesetzt haben. Es ist für diese Personen dann einfacher der bösen Finanzindustrie die Schuld zugeben, anstatt einzugestehen, dass man selbst schuld ist. Diversifikation hätte diese Menschen vor einem Totalverlust geschützt. Die Wahrscheinlichkeit, dass man am Aktienmarkt langfristig eine negative Rendite erzielt ist sehr gering.

So viel wie die anderen bekomme ich nicht!

Man hakt ja immer gern auf den Millionären rum und schimpft, dass diese so viel haben. Der Fehler von Friedrich Merz war, dass er eine Sparrate von 125 € erwähnt hat. Das ist eine Rate, die können sich viele wirklich nicht leisten. Es heißt aber nicht, dass man nicht trotzdem anfangen soll.

Gehen wir davon aus, dass jemand die Mindestsparrate schaffen kann. Das wären bei den gängigen Brokern 25 € pro Monat. Für den Anfang kann es auch 25 € pro Quartal sein, aber der Anfang muss gemacht werden. Der Betrag von 25 € kann von jedem geschafft werden.

Gehen wir von dem unwahrscheinlichen Fall aus, dass diese Person das Ganze Leben lang nur 25 € pro Monat sparen kann. Dann würden nach Inflation 56.907,58 € zu Buche stehen. Jetzt ist das für den ein oder anderen nicht viel. Vor allem für die Personen die immer mitdiskutieren. Für die Person die das Ganze Leben lang nur 25 € pro Monat sparen konnte ist das ein Vermögen. Man muss es immer aus mehreren Blickwinkeln betrachten und nicht lindnern. Denn hier gilt „Lieber schlecht angelegt, als garnicht!

Zur Berechnung, es wurden 25 € pro Monat mit einem Zins von 5 % verwendet, da die Inflation ca. 2 % beträgt. Zudem wurde schon die Kapitalertragsteuer abgezogen. Damit ist der Betrag von 56.907,58 € Netto und das heißt nach Steuern.

Wähler würden wegfallen!

Es ist wie immer, man ist nur dann wichtig, wenn man gebraucht wird. Gehen wir davon aus, dass die Bevölkerung reicher wird und damit Randparteien unnötig werden. Ein Millionär würde nicht dafür stimmen, dass eine Millionärsteuer eingeführt wird. Genauso würde ein Aktionär und gebildeter Mensch diverse Parteien nicht unterstützen.

Die Folge ist also, wie bei manchen anderen Vereinen, solange es ein Problem gibt, wird ein Problemlöser benötigt. Wenn die Menschen Probleme haben, dann brauchen sie jemanden der diese Probleme behebt. Damit besteht bei bestimmten Parteien ein systemisches Interesse, dass die Menschen nicht finanziell frei werden, sondern jemanden haben gegen den sie schimpfen können. Damit sind bestimmte Parteien auf Feindbilder ausgelegt.

Das können die Reichen, die Ausländer, die Unternehmer oder sonst jemand sein. Würde die finanzielle und wirtschaftliche Bildung der deutschen zunehmen, dann würde auch das Vermögen steigen und damit würden sich viele Probleme lösen. Aber das wäre zu einfach, oder?

Produkte und Raketenwissenschaft!

Ähnlich aber anders ist das Argument: „Nur die Profis können Finanzgeschäfte betreiben“. Das stimmt, weil sich keiner dafür interessiert. Der Handel mit Aktien ist so einfach geworden und vor allem auch durch viele Möglichkeiten so günstig. Viele leben hier noch in der Welt, als man nur über einen Vermögensverwalter Aktien kaufen konnte.

Man sollte sich daher die Frage stellen, warum die Sparkassen lieber Finanzprodukte verkaufen, anstatt ETF. Die Rendite der Sparkasse ist in diesem Zusammenhang höher, als der Vorteil, der dem Kunden entsteht. Das liegt nicht nur an den Provisionen von großen Versicherern, sondern auch an den Verwaltungsgebühren, den Gebühren für den Handel und weiteren Bearbeitungsgebühren. Es ist also keine Raketenwissenschaft.

Ein Sparplan ist schnell eingerichtet, das Depot bei der Direktbank ist kostenlos und die laufenden Gebühren bei ETF liegen weit unter dem was die „besseren Produkte“ verlangen. Daher kann man nur vermögend werden, wenn man seine Finanzen selbst in die Hand nimmt.

Produktempfehlungen, die ich selbst regelmäßig nutze. Mein privates Konto, meine P2P-Empfehlung, mein Tagesgeld und meine Kreditkarte.

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